Keine Angst, wir erzaehlen euch nicht, dass wir ueberall Schweizer Schokolade oder Uhren (gefaelscht oder echt) haetten kaufen koennen. Nein, es geht um Produkte mit schweizer Namen.
Das erste Mal stiessen wir in Indonesien auf eine Verpackung mit der Aufschrift DAVOS. Leider konnten wir nicht herausfinden, um welches Produkt es sich handelte, denn wir fanden es nie. Wie wir schon geschrieben haben, werden in indonesischen Bussen staendig Waren und Gesangskuenste angeboten. Einmal versuchte ein junger Bursche, Pfefferminzbonbons mit dem Namen DAVOS an den Mann zu bringen. Eigentlich wollten wir wie ueblich abwinken, als unser Blick auf den Namen fiel. So kauften wir eine Packung, deren Verpackung mittlerweile unterwegs in die Schweiz ist.
In Indonesien gibt es die Outdoor Marke Eiger, von denen ich ein Paar Flip Flops besitze. Die in Vietnam gekauften Flip Flops Tomberlend (Kein Schreibfehler, die hiessen wirklich so) hielten den taeglichen Strapazen nicht lange stand. In dem Laden hatte es verschiedene Produkte der Marke Eiger, so T-Shirts mit dem Aufdruck "Nordwand" oder "Eiger", Kappen mit "Rigi" oder Rucksaecke namens "Grindlewald" (Dieser Schreibfehler stammt nicht von mir, sondern von der Firma). Als wir versuchten, einem der Angestellten zu erklaeren, dass dies Namen von Bergen oder Ortschaften in der Schweiz sind, schauten sie uns mehr oder weniger verstaendnislos an.
Vor ein paar Tagen fanden wir in einem Supermarkt in Thailand Waffeln der Marke "Lausanne", darunter hat es ein Bild von Bergen, welche jedoch nicht in der Region von Lausanne liegen, eher walliser Alpen. Die Waffeln schmeckten gut, vermochten aber keine heimatlichen Gefuehle wecken.
Patrik
Samstag, 29. September 2007
Freitag, 28. September 2007
Ayutthaya und Sukhothai

Thailand bietet mehr als "nur" schoene Straende und billige Designerklamotten. Obwohl diese beiden Punkte sicher nicht zu verachten sind. Nach dem erfolglosen Tauchunternehmen sind wir von Bangkok nach Norden gefahren. Unsere erste Station war Ayutthaya. Diese Stadt war waehrend 417 Jahren Koenigsstadt von Siam. 1767 wurde es von birmanischen Truppen zerstoert. In seiner Bluete zaehlte man 375 Tempel, 29 Festungen und 94 Tore.
Nun genug historische Daten aus dem Reisefuehrer abgeschrieben. Was zaehlt ist die Gegenwart und von dieser berichten wir euch heute. Als erstes mieteten wir Fahrraeder und gingen auf Entdeckungsreise durch die Tempelruinen. Buddhas in allen Groessen, sitzend und liegend, gab es zu entdecken. Eines der Highlights war der Buddhakopf in einem Bodhibaum (Der Bodhibaum ist der heilige Baum im Buddhismus, Siddharta hielt seine erste Predigt unter einem Bodhibaum).

Da die Stadt von drei Fluessen umgeben ist (ich weiss, es hoert sich ein bisschen komisch an, aber es ist so), kann man mit einem Boot die Altstadt umrunden. Dabei hielten wir an drei Tempeln an. Das Wasser war ziemlich braun und lud gar nicht zu einem erfrischenden Bade an. Obwohl ich ganau danach Lust hatte. Nach der Bootstour stand die Nachttout auf dem Programm, denn einige der Monumente sind abends beleuchtet. Da die Bootstour zu frueh fertig war, fuhr uns der TukTukfahrer zuerst zum Elefantenkraal. Dort leben die Elefanten, die tagsueber Touristen fuer eine kurz Runde herumtragen. Vor allem Japaner oder Koreaner liessen sich
"herumchauffieren", vor allem wegen der Erinnerungsfotos am Schluss. Im Kraal sahen wir ein neun Tage altes Elefantenkind, das schon ziemlich gross war. Kein Haustier zum mitnehmen.
Ganz aufgeregt kam dann der Fahrer zu mir und zeigte auf einen Elefantenbullen, der genoetigt wurde, eine Elefantenkuh zu schwaengern. Einer hielt vorne die Kuh fest und einer trieb mit Rufen den Bullen an. Obwohl die asiatischen Elefanten kleiner als die afrikanischen sind, sah es eindruecklich aus, wie der Bulle die Kuh bestieg. Nach ein paar Sekunden liess er bereits wieder von ihr ab. Ob das reichte? Alle Anwesenden hielten diesen Akt mit ihren Fotoapparaten oder Natels fest. Der Frau des Fahrers, die uns begleitete, war die ganze Sache eher peinlich und sie zog Bettina weg vom Geschehen.
Diese Elefanten sind friedliche Gesellen, sie gehen keinen Meter entfernt an dir vorbei, ohne dich eines Blickes zu wuerdigen. Kein Vergleich mit unseren elefantoesen Erlebnissen in Afrika. Die Elefanten hier sind Arbeitselefanten und gehorchen ihrem Herrn blindlings. Will dieser auf/absteigen, geht er mit den Vorderbeinen in die Knie oder er streckt die Vorderbeine und geht mit dem Oberkoerper nach hinten.
Nach den Elefanten war es endlich genug dunkel fuer die beleuchteten Monumente. Nach dem zweiten Stopp war der Fahrer etwas genervt vom langen Warten, dass er mir nachher sagte, wir haetten nur 20 Minuten Zeit. Gute Nachtaufnahmen brauchen eben Zeit.
Sukhothai (sechs Busstunden entfernt von Ayutthaya) ist die Wiege Thailands. Hier gruendeten die vom Norden her eingewanderten Thais die erste Siedlung. Rund hundert Jahre war es Hauptstadt, bevor es von Ayutthaya abgeloest wurde. Mit einer schweisstreibenden Velotour erkundeten wir das weitlaeufige Areal der Tempel und Buddhastatuen, mehr oder weniger erfolgreich restauriert. Gerade noch rechtzeitig machten wir uns vor dem aufkommenden Gewitter auf den Rueckweg. Heute Abend sollen einige der Tempel beleuchtet werden ... Auf ein froehliches Knipsen.
Uebrigens, bei ist uns ist es immer noch hochsommerlich warm/heiss (um die 30 Grad) und bei euch?
Patrik
Sonntag, 23. September 2007
Tauchen in Thailand - ein einmaliges Erlebnis
Nach 4 Tagen in Bangkok beschlossen wir in den Sueden auf die Insel Ko Tao (=Schildkroeteninsel) zu fahren. Um wieder etwas Abwechslung in unserem Reiseprogramm zu haben und uns im Tauchen zu versuchen, bevor wir Richtung Norden aufbrechen. Zumal uns von vielen Seiten das Tauchen in Thailand als "must do" nahegelegt wurde.
Mit einen komfortablem AC-Nachtbus fuhren wir direkt von der Khao San Road Richtung Sueden bis nach Chumphon. Die Fahrt im Bus war extrem bequem, da der Doppelstoeckerbus europaeischen Standart mit TV u.a... aufwies und keinen Vergleich mit unseren Busfahrten in Vietnam oder Indonesien hatte.
Um etwa halb fuenf Uhr morgens erreichten wir den Pier von Chumphon. Das Wetter zeigte sich auf Grund der immer noch herrschenden Regenzeit von seiner eher unfreundlichen Seite. Es regnete, war windig und das Meer alles andere wie aus dem Ferienprospekt. Etwas zwei Stunden spaeter stiegen wir auf einen High-Speed-Catamaran, welcher uns in eineinhalb Stunden nah Ko Tao bringen sollte. Der Wind war immer noch recht stark und laut der Schiffsbesatzung musste man mit rund 3 m hohen Wellen auf dem Meer rechnen.
Waehrend der Ueberfahrt gab es dann wieder einen Film am TV. Ich habe schon lange nicht mehr so viel fern gesehen in so kurzer Zeit. Puenktlich legte der Catamaran an dem Pier von Ko Tao an. Wir waren froh, dem Schiff entsteigen zu koennen, denn zeitweise hatte es doch ziemlich geschaukelt. Da ich vor der Ueberfahrt mit Tabletten gegen meine Seekrankheit vorgebeugt hatte, gehoerte ich gluecklicherweise nicht zu jenen, welche die Fahrt ueber die Reling des Schiffs gebeugt, auf der Toilette oder mit einem Plastiksack vor dem Gesicht verbrachten.
Ko Tao ist eine kleine Insel etwas noerdlich von Ko Samui im Golf von Thailand. Sie ist vor allem fuer seine Straende, die Schnorchelreviere und Tauchgebiete bekannt. So reihen sich an der Kueste die einzelnen Tauchresorte aneinander. Wir bezogen unsere Unterkunft auch in einem solchen Resort und meldeten uns fuer einen Tauchkurs an.
An den ersten zwei Halbtagen wurde uns von Jonathan, unserem britischen Tauchlehrer mit sehr guten Deutschkenntnissen, die Theorie des Tauchens vermittelt. Am Schluss gab es sogar eine Abschlusspruefung, wo es 50 Fragen zu beantworten gab. Die Theorie bestand ich mit Bravour, obwohl ich mich bei den Tauchgangsberechungen etwas schwer tat und alles schriftlich auf einem Zettel mit Hilfe der Tauchtabelle ausrechnen musste. Waehrend Patrik die Aufgaben mal so locker im Kopf loeste.
Der dritte und vierte Halbtag waren der Praxis im Schwimmband gewidmet. Bereits das Tragen der ganzen Tauchausruesteung mit Anzug, Flasche, Flossen, Brille und Schnorchel war fuer mich kein Genuss und loeste nicht wirklich Vorfreude aus. Ich fuehlte mich extrem eingeengt. Fuer den ersten Sprung ins Wasser konnte ich mich kaum ueberwinden, obwohl ich gerne im Wasser bin. Als erstes mussten wir unter Wasser verschiedene Uebungen machen, was bei mir nur teilweise klappte. Das Atmen aus dieser Flasche war fuer mich extem ungewohnt. Fuellte sich die Brille mit Wasser, tauchte ich auf, statt sie unter Wasser fachgerecht zu entleeren. Alles gute Zureden und die Tipps vom Tauchlehrer, wie beispielsweise beim Atmen eine Mundstellung wie beim Kuessen zu haben,... nuetzten nur wenig.
Waehrend ich beim Sport normalerweise gewohnt bin zu schwitzten, entstieg ich nach drei Stunden im Pool total durchgefroren dem Wasser. Mit meinen aufgeweichten Fingern und steifen Gliedern konnte ich mich nur muehsam aus der Ausruestung befreien... Da ich das Atemgeraet so vekrampft im Mund gehalten habe, hatte ich extreme Kieferschmerzen, schlimmer als nach einem Zahnarztbesuch! Ich glaube ich habe bei der Ausuebung einer sportlichen Taetigkeit noch nie so gefrohren wie hier...
Nach einer Pause folgte der zweite praktische Block nochmals im Schwimmbad, bevor es dann fuer Block fuenf und sechs aufs Meer hinaus gehen sollte. Die Pause bewirkte bei mir nicht ein Gewoehnen an die Situation in der Tauchausruestung und die Situation unter Wasser, sondern eher das Gegenteil. Ich bekam nun echt Panik unter Wasser, eine Art Platzangst,... und das in einem Schwimmbad mit 1,5 Metern Tiefe! Sobald ich untergetaucht war, musste ich wieder auftauchen... Hiermit beendete ich mein Taucherlebnis!
Da wir die Rueckfahrt nach Bangkok bereist organisiert hatten, erkundeten wir in den verbleibenden Tagen die Insel zu Fuss, kletterten ueber die Felsen direkt an der Kueste oder schlenderten dem Strand entlang. Wir hatten Zeit zum Relaxen und uns ueber die Weiterreise Gedanken zu machen. Fuer uns war es keine verlorene Zeit, nicht zuletzt auch wegen unserer Tauchgruppe. So verbrachten wir mit Thomas (aus der Schweiz) und Ronny und Alex (aus Deutschland) kurzweilige Abende beim gemuetlichen Nachtessen in einem der unzaehligen Restaurants direkt am Meer...
Im Nachhinein bin ich sogar froh, das Tauchen so fruehzeitig beendet zu haben, denn tragischerweise ereignete sich waehrend unsere Tage ein toedlicher Unfall einer Tauchschuelerin auf der Insel. Es wurde erzaehlt, dass sie unter Wasser ploetzlich Panik bekommen hat und in der Folge zu schnell auftauchte, was sie wahrscheinlich bewusstlos machte. Darauf sei sie schnell unter der Wasseroberflaeche wieder verschwunden. Obwohl 40 erfahrende Taucher nach ihr suchten, blieb sie verschwunden. Fuer den Tauchlehrer, die Gruppe und natuerlich die Angehoerigen zu Hause ist so ein Unfall unfassbar schrecklich.
Bettina
Mit einen komfortablem AC-Nachtbus fuhren wir direkt von der Khao San Road Richtung Sueden bis nach Chumphon. Die Fahrt im Bus war extrem bequem, da der Doppelstoeckerbus europaeischen Standart mit TV u.a... aufwies und keinen Vergleich mit unseren Busfahrten in Vietnam oder Indonesien hatte.
Um etwa halb fuenf Uhr morgens erreichten wir den Pier von Chumphon. Das Wetter zeigte sich auf Grund der immer noch herrschenden Regenzeit von seiner eher unfreundlichen Seite. Es regnete, war windig und das Meer alles andere wie aus dem Ferienprospekt. Etwas zwei Stunden spaeter stiegen wir auf einen High-Speed-Catamaran, welcher uns in eineinhalb Stunden nah Ko Tao bringen sollte. Der Wind war immer noch recht stark und laut der Schiffsbesatzung musste man mit rund 3 m hohen Wellen auf dem Meer rechnen.
Waehrend der Ueberfahrt gab es dann wieder einen Film am TV. Ich habe schon lange nicht mehr so viel fern gesehen in so kurzer Zeit. Puenktlich legte der Catamaran an dem Pier von Ko Tao an. Wir waren froh, dem Schiff entsteigen zu koennen, denn zeitweise hatte es doch ziemlich geschaukelt. Da ich vor der Ueberfahrt mit Tabletten gegen meine Seekrankheit vorgebeugt hatte, gehoerte ich gluecklicherweise nicht zu jenen, welche die Fahrt ueber die Reling des Schiffs gebeugt, auf der Toilette oder mit einem Plastiksack vor dem Gesicht verbrachten.
Ko Tao ist eine kleine Insel etwas noerdlich von Ko Samui im Golf von Thailand. Sie ist vor allem fuer seine Straende, die Schnorchelreviere und Tauchgebiete bekannt. So reihen sich an der Kueste die einzelnen Tauchresorte aneinander. Wir bezogen unsere Unterkunft auch in einem solchen Resort und meldeten uns fuer einen Tauchkurs an.
An den ersten zwei Halbtagen wurde uns von Jonathan, unserem britischen Tauchlehrer mit sehr guten Deutschkenntnissen, die Theorie des Tauchens vermittelt. Am Schluss gab es sogar eine Abschlusspruefung, wo es 50 Fragen zu beantworten gab. Die Theorie bestand ich mit Bravour, obwohl ich mich bei den Tauchgangsberechungen etwas schwer tat und alles schriftlich auf einem Zettel mit Hilfe der Tauchtabelle ausrechnen musste. Waehrend Patrik die Aufgaben mal so locker im Kopf loeste.
Der dritte und vierte Halbtag waren der Praxis im Schwimmband gewidmet. Bereits das Tragen der ganzen Tauchausruesteung mit Anzug, Flasche, Flossen, Brille und Schnorchel war fuer mich kein Genuss und loeste nicht wirklich Vorfreude aus. Ich fuehlte mich extrem eingeengt. Fuer den ersten Sprung ins Wasser konnte ich mich kaum ueberwinden, obwohl ich gerne im Wasser bin. Als erstes mussten wir unter Wasser verschiedene Uebungen machen, was bei mir nur teilweise klappte. Das Atmen aus dieser Flasche war fuer mich extem ungewohnt. Fuellte sich die Brille mit Wasser, tauchte ich auf, statt sie unter Wasser fachgerecht zu entleeren. Alles gute Zureden und die Tipps vom Tauchlehrer, wie beispielsweise beim Atmen eine Mundstellung wie beim Kuessen zu haben,... nuetzten nur wenig.
Waehrend ich beim Sport normalerweise gewohnt bin zu schwitzten, entstieg ich nach drei Stunden im Pool total durchgefroren dem Wasser. Mit meinen aufgeweichten Fingern und steifen Gliedern konnte ich mich nur muehsam aus der Ausruestung befreien... Da ich das Atemgeraet so vekrampft im Mund gehalten habe, hatte ich extreme Kieferschmerzen, schlimmer als nach einem Zahnarztbesuch! Ich glaube ich habe bei der Ausuebung einer sportlichen Taetigkeit noch nie so gefrohren wie hier...
Nach einer Pause folgte der zweite praktische Block nochmals im Schwimmbad, bevor es dann fuer Block fuenf und sechs aufs Meer hinaus gehen sollte. Die Pause bewirkte bei mir nicht ein Gewoehnen an die Situation in der Tauchausruestung und die Situation unter Wasser, sondern eher das Gegenteil. Ich bekam nun echt Panik unter Wasser, eine Art Platzangst,... und das in einem Schwimmbad mit 1,5 Metern Tiefe! Sobald ich untergetaucht war, musste ich wieder auftauchen... Hiermit beendete ich mein Taucherlebnis!
Da wir die Rueckfahrt nach Bangkok bereist organisiert hatten, erkundeten wir in den verbleibenden Tagen die Insel zu Fuss, kletterten ueber die Felsen direkt an der Kueste oder schlenderten dem Strand entlang. Wir hatten Zeit zum Relaxen und uns ueber die Weiterreise Gedanken zu machen. Fuer uns war es keine verlorene Zeit, nicht zuletzt auch wegen unserer Tauchgruppe. So verbrachten wir mit Thomas (aus der Schweiz) und Ronny und Alex (aus Deutschland) kurzweilige Abende beim gemuetlichen Nachtessen in einem der unzaehligen Restaurants direkt am Meer...
Im Nachhinein bin ich sogar froh, das Tauchen so fruehzeitig beendet zu haben, denn tragischerweise ereignete sich waehrend unsere Tage ein toedlicher Unfall einer Tauchschuelerin auf der Insel. Es wurde erzaehlt, dass sie unter Wasser ploetzlich Panik bekommen hat und in der Folge zu schnell auftauchte, was sie wahrscheinlich bewusstlos machte. Darauf sei sie schnell unter der Wasseroberflaeche wieder verschwunden. Obwohl 40 erfahrende Taucher nach ihr suchten, blieb sie verschwunden. Fuer den Tauchlehrer, die Gruppe und natuerlich die Angehoerigen zu Hause ist so ein Unfall unfassbar schrecklich.
Bettina
Bangkok
Nachdem wir in Indonesien zu der raren Spezies Touristen gehoerten, ist in Thailand alles anders. Thailand ist voller Touristen, das Spektrum reicht vom Zweiwochenallesinklusivetouristen bis hin zu den volltaetovierten, langhaarigen Ewigtouristen. Wir fallen jedenfalls nicht mehr auf und werden auch nicht mehr die ganze Zeit angeredet. In Thailand ist alles groesser und professioneller. Am Flughafen beginnt es bereits und wir werden zum Bus gelotst, der direkt zur Khao San Road faehrt. Der Bus ist brandneu, vollgefedert und natuerlich klimatisiert. Die Reservation fuer das Guesthouse hat geklappt und wir bekommen das gewuenschte Zimmer. In der Khao San Road wimmelt es von Touristen und Schleppern, die es auf erstere abgesehen haben. Sei es fuer ein Taxi oder TukTuk, das zu einer Pingpongshow faehrt oder einfach fuer ein Restaurant oder eine Bar. Es ist im Moment Nebensaison und das merkt man.
In Bangkok hat es unzaehlige Tempel (irgendeiner hat diese sicher gezaehlt, aber wir machen das nicht). Qualitaet vor Quantitaet ist unser Motto, wir werden nur die schoensten anschauen. Zu den wichtigsten Sehenswuerdigkeiten gehoeren sicher der Wat Phra Keo und der Koenigspalast. Diese beiden Anlagen sind atemberaubend, voller Harmonie und Schoenheit. Unglaublich viele Details zeichnen sie aus. Dank der Digitalkamera muss ich mich beim Fotografieren nicht so zurueckhalten und kann ungehemmt drauflosknipsen. Die doppelten und belanglosen Fotos kann ich nachher wieder loeschen. Gleich neben dem Koenigspalast liegt der Wat Pho, dessen Hauptattraktion ist ein liegender Buddha von 45 m Laenge. Auf der Rueckseite des Buddhas sind 108 Bettelschalen aufgestellt und wenn man in jede Schale eine kleine Muenze hineinwirft, bringt das Glueck. Damit man auch genug Muenzen hat, bekommt man diese gegen eine kleine Spende ausgehaendigt.
Thailand heisst auch Land des Laechelns. Davon haben wir in den Restaurants bis jetzt nicht viel mitbekommen. Kommentarlos wird einem die Speisekarte oder das Essen hingelegt. Viele der Kellner schauen lieber fern oder sitzen einfach herum, als sich um die Gaeste zu kuemmern. Andere sind so beflissen, dass sie die Bestellung sofort aufnehmen wollen, nachdem sie die Karte ausgehaendigt haben.
Heute sind wir im Zug von Bangkok nach Ayutthaya gefahren und zwar dritter Klasse mit Holzsitzen. Dafuer war die eineinhalbstuendige Fahrt ausgesprochen billig, nur je etwa fuenfzig Rappen. Dafuer bekommt man in der Schweiz nicht einmal ein Billet. Dafuer merkten wir jede Unebenheit der Schienen. Die Fenster waren alle geoeffnet, um uns Abkuehlung zu verschaffen. An die Temperaturen haben wir uns mittlerweilen ziemlich gut gewoehnt. Klimaanlagen im Zimmer brauchen wir nicht mehr, ein Ventilator reicht aus.
Patrik
Donnerstag, 13. September 2007
Gunung (=Vulkan) Bromo
Wer denkt, wir liegen waehrend unserer Reise die meiste Zeit auf der "faulen Haut", der taeuscht sich...
Indonesien ist unter anderem fuer seine unzaehligen, zum Teil noch aktiven Vulkane beruehmt. Diese sind dann auch fuer die zahlreichen Erdbeben in der Region verantwortlich. Wir haben gehoert, dass es zu 500 - 1000 Erdbeben pro Jahr kommt.
Von allen Vulkanen Ost-Javas ist der Bromo (2392m) der am meisten besuchte. Um diesen Vulkan waehrend der stimmungsvollen Zeit bei Sonnenaufgang zu geniessen, mussten wir wieder einmal frueh "aus den Federn". Um 1.30 Uhr morgens wurden wir von einem kleineren Bus abgeholt. Die Strasse wurde schnell schmal, war aber gluecklicherweise asphaltiert. Im Zick-zack wand sie sich durch steil terrassierte Gemuesefelder. (Zum Glueck hatten wir noch nichts gefruehstueckt!). Um vier Uhr erreichten wir den Gunung Penanjakan (2770m). Beim Aussteigen merkten wir erstmals, wie empfindlich kalt es hier oben war. Trotz aller langaermligen Kleider, Regenjacke und Trekkingschuhe war es frostig und Handschuhe und Muetze waeren vorteilhaft gewesen. So waren wir um den heissen Tee, der uns gereicht wurde, sehr dankbar. Ein paar Einheimische meinten dann, so kalt wie hier sei es sicher in der Schweiz...
Ab fuenf Uhr konnten wir dann den Sonnenaufgang und das wechselnde Farbenspiel am Himmel und in der Landschaft beobachten. Beim Aussichtspunkt hat es eine Art Tribuene, wo es ein Gerangel um die besten Fotoplaetze gab. Klar wer zu den Siegern gehoerte!!! Von dort hatten wir einen grossartige Blick auf die aufgehende Sonne auf der linken Seite und die Vulkanlandschaft auf der rechten Seite. Ueber der Ebene und dem Sandmeer lag zu Beginn noch dichter Nebel, sodass nur die Vulkankegel sichtbar waren. Nebst dem Bromo, aus welchem andauernd eine weisse Rauchwolke in den Himmel steigt, sahen wir in der Ferne den Gunung Semuru, der mit 3679 Metern der hoechste Vuklan auf Java ist. Alle 20 Minuten erfolgt im Inneren dieses Vulkanes eine Eruption, welche sich dann in einer grossen Rauchwolke am Himmel zeigte.
Nach dem Sonnenaufgang wurden die Temperaturen schnell angenehmer. Wir durchquerten in der Folge das Sandmeer, eine flache, sandige Steppenlandschaft zwischen den Vulkanen. Am Fuss des Bromos wurden wir dann bereits "erwartet". In dieser abgeschiedenen Bergwelt leben die Tengger. Ein hinduistischer Volksstamm, welcher vom Gemueseanbau auf den fruchtbaren, aber extrem steilen Vukanhaengen lebt. Durch die Touristen verdienen sie sich ein zusaetzliches Taschengeld, indem sie mit ihren Pferden die "wandermueden" Touristen hinauf zum Bromo bringen. (Wir sind natuerlich zu Fuss gegangen!) Der letzte Teil des Weges fuehrt ueber eine Treppe mit ca 250 Stufen den Vulkankegel hinauf bis an den Kraterrand... Nebst dem Blick in den qualmenden Krater genossen wir nochmals den Blick auf die umliegende Gebirgslandschaft.
Bettina
Sonntag, 9. September 2007
Wayang Kulit
Wayang Kulit ist das traditionelle Schattenspiel mit flachen, reich verzierten und bemalten Lederpuppen. Der Dalang ist gleichzeitig Erzaehler, Darsteller und Leiter des begleitenden Gamelanorchesters. Ein Gamelanorchester besteht aus verschiedenen Xykophonen, Gongs, Rasseln, Floeten und geigenaehnlichen Streichinstrumenten. In traditionellen Vorfuehrungen sitzen die Frauen vor der Leinwand und koennen die Schatten beobachten und die Maenner beobachten das Geschehen von der anderen Seite, wo sie neben den Puppen auch den Dalang und das Orchester sehen. Auf Java dauert eine Vorstellung neun Stunden, von neun Uhr abends bis zum fruehen Morgen und es kommen ueber hundert verschiedene Puppen zum Einsatz. Meist wird das hinduistische Epos Ramayana (eine Art Romeo und Julia Geschichte) gespielt.
Ganz klar, dass wir als kulturinteressierte Reisende uns einen solchen kulturellen Leckerbissen nicht entgehen wollten. So steuerten wir gestern Abend auf direktem Weg, ohne einen Blick auf die unzaehligen Souvenirstaende zu werfen, ins Sono Budoyo Museum, wo um 20 Uhr eine Wayang Kulit Vorfuehrung stattfand. Kurz nach sieben Uhr waren wir dort, um ja die besten Plaetze ergattern zu koennen. Fuer uns herrschte noch freie Platzwahl. Die Buehne stand in der Mitte und man konnte waehrend der Vorstellung um die Buehne herumgehen. Als die Vorstellung dann begann, war der Saal nicht brechend voll, aber es waren sicher neun zahlende Zuschauer anwesend. Auf der anderen Seite waren es der Dalang, zwoelf Musiker im Gamelanorchester und noch vier Saengerinnen. Zum Glueck dauerte unsere Vorfuehung nur gut eineinhalb Stunden. Von der Handlung bekamen wir nicht viel mit, weil sie in altjavanisch gesprochen wurde. Als koennte der Dalang den groessten Schwachsinn erzaehlt haben und wir haetten nichts davon mitbekommen. Die Musiker standen immer wieder auf, holten sich Zigaretten, die sie ihren Mitmusikern weitergaben, tranken Tee oder Wasser. Dazwischen wechselten sie die Instrumente oder sassen gelangweilt im Schneidersitz am Boden. Auf einmal fingen wieder alle Musiker zu spielen, sie schlugen mit ihrem Haemmerchen auf die Xylophone und Gongs, zupften an den Saiteninstrumenten, schwangen die Rasseln. Dazu der Singsang der Saengerinnen. Das Beobachten des Orchesters was um einiges interessanter als die Handlung mit den Lederpuppen. Etwa zehn Minuten vor Ende der Vorfuehrung verliessen die Saengerinnen die Buehne und zum Schluss klatschte einer der Musiker wie wild in die Haende, um uns anzuzeigen, dass die Show au Ende ist.
Patrik
Samstag, 1. September 2007
Zentaljava - Dieng Plateau
Das sumpfige Hochplateau von Dieng liegt auf rund 2093 Metern. Das Plateau ist der Krater eines riesigen, schon lang erloschenen Vulkans. Obwohl der Vulkan schon laengst "verstummt" ist, gibt es immer noch Leben im Berg, was wir auf Wanderungen selber entdecken konnten. So gibt es noch kleinere Krater, welche schweflige Dampfschwaden entlassen. Auch kleinere Seen, deren Wasseroberflaeche in seltsamen, gruenblauen Farben schillern, sind im Verlauf der Jahre in Kratern entstanden. An anderen Stellen liegt schwefliger Geruch in der Luft oder kochender Schlamm blubbert in kleinen Tuemmpeln.
Die Menschen leben dort ausschliesslich von der Landwirtschaft, da die Vulkanboeden sehr fruchtbar sind. Auf terrassierten Feldern werden, auf Grund der Hoehe, ausschliesslich Kohlgemuese und Kartoffeln angebaut. In den zwei Tagen auf dem Diegplateau haben wir unser Ernaehrungsdefizit an Kartoffeln wieder kompensiert. Die Gemuese werden dann mit kleinen Lastwagen ins naechst groessere Dorf gebracht. Diese schmale Strasse schlaengelt sich in unzaehligen Serpentinen sind Tal herunter.
Die Menschen leben in kleinen Doerfern verstreut uebers Plateau. Sie sind koerperlich eher kraeftig gebaut und fielen uns durch ihre vom Wetter gegerbte Haut auf. Sobald wir entdeckt wurden, wurde uns jeweils freundlich zugewunken. Unser Wandern schien fuer diese Menschen wohl sehr fremd. Dass es Personen gibt, die freiwillig laufen, ist fuer sie unverstaendlich. Fuer sie hat Laufen mit Arbeiten zu tun. Wenn sie einmal nichts zu tun haben, laufen sie sicher nicht, sondern legen sich fuer ein Nickerchen hin. Von Schulkindern auf dem Nachhauseweg wurden wir oft umringt und fuer ein kurzes Stueck begleitet.
Vom Dorf Dieng, in welches sich nur sehr selten Touristen fuer langere Zeit einfinden, unternahmen wir einige Wanderungen in die Umgebung. Dabei haben wir die Ruhe und Idylle sehr genossen. Uebernachtet haben wir in einem von insgesamt drei Gaestehausern. Warmes Wasser fuers Duschen musste uns der junge Mann von der "Reception' jeweils auf dem Feuer kochen. Er fuellte das Wasser dann in einen grossen Bottich. Wir konnten uns dann mit einem Litermass duschen. Die Temperaturen fielen in der Nacht auf ca. 6 Grad, was den Einsatz unserer mitgebrachten Schlafsaecke erstmalig auf unserer Reise erforderte.
Bettina
Die Menschen leben dort ausschliesslich von der Landwirtschaft, da die Vulkanboeden sehr fruchtbar sind. Auf terrassierten Feldern werden, auf Grund der Hoehe, ausschliesslich Kohlgemuese und Kartoffeln angebaut. In den zwei Tagen auf dem Diegplateau haben wir unser Ernaehrungsdefizit an Kartoffeln wieder kompensiert. Die Gemuese werden dann mit kleinen Lastwagen ins naechst groessere Dorf gebracht. Diese schmale Strasse schlaengelt sich in unzaehligen Serpentinen sind Tal herunter.
Die Menschen leben in kleinen Doerfern verstreut uebers Plateau. Sie sind koerperlich eher kraeftig gebaut und fielen uns durch ihre vom Wetter gegerbte Haut auf. Sobald wir entdeckt wurden, wurde uns jeweils freundlich zugewunken. Unser Wandern schien fuer diese Menschen wohl sehr fremd. Dass es Personen gibt, die freiwillig laufen, ist fuer sie unverstaendlich. Fuer sie hat Laufen mit Arbeiten zu tun. Wenn sie einmal nichts zu tun haben, laufen sie sicher nicht, sondern legen sich fuer ein Nickerchen hin. Von Schulkindern auf dem Nachhauseweg wurden wir oft umringt und fuer ein kurzes Stueck begleitet.
Vom Dorf Dieng, in welches sich nur sehr selten Touristen fuer langere Zeit einfinden, unternahmen wir einige Wanderungen in die Umgebung. Dabei haben wir die Ruhe und Idylle sehr genossen. Uebernachtet haben wir in einem von insgesamt drei Gaestehausern. Warmes Wasser fuers Duschen musste uns der junge Mann von der "Reception' jeweils auf dem Feuer kochen. Er fuellte das Wasser dann in einen grossen Bottich. Wir konnten uns dann mit einem Litermass duschen. Die Temperaturen fielen in der Nacht auf ca. 6 Grad, was den Einsatz unserer mitgebrachten Schlafsaecke erstmalig auf unserer Reise erforderte.
Bettina
You should go to Bali
Diesen Satz haben wir in den letzten gut zwei Wochen schon mehrmals gehoert. Nicht von den wenigen anderen Touristen, sondern von den Bewohnern von Java, als wir ihnen sagten, dass wir vier Wochen auf Java bleiben wollen. Die Indonesier sind sehr freundlich und sprechen uns immer wieder an. Dabei fragen sie natuerlich die ueblichen Fragen (Woher wir kommen, wie wir heissen, ob wir verheiratet sind usw.) und fragen uns nach unseren weiteren Plaenen und wo wir bisher schon waren. Manchmal versuchten wir zu erklaeren, dass wir im naechsten Fruehjahr vier Wochen nach Bali reisen, manchmal liessen wir dies bleiben. Irgendwie unverstaendlich und auch schade, sie sollten doch stolz sein, dass wir vier Wochen auf Java verbringen wollen. Wahrscheinlich meinen sie, dass alle nur wegen Bali nach Indonesien reisen. Dies trifft wohl auch auf viele zu.
Trotzdem bleiben wir dabei, wir werden nur Java bereisen. Uns gefaellt es hier und gerne machen wir ein bisschen Werbung fuer diese Insel, die wegen dem Tsunami unter einem Einbruch des Tourismus litt/leidet. Erst langsam kommen die Touristen zurueck. Dabei bieten sich gerade unsere Sommerferien fuer eine Reise in Java an, weil dann am wenigsten Regen faellt. Die Temperaturen sind das ganze Jahr ueber ziemlich gleich, da es nah am Aequator liegt. Es ist heiss, aber nicht schwuel. Das Land bietet vieles: freundliche Menschen, tolle Bauwerke (Borobudur gehoert fuer viele zu den Weltwundern, daneben Prambanan und weiter Palaeste und Tempel), viele Vulkane, die "erwandert" werden koennen, schoene Badestraende, herrliche Reisterrassen, Basare/Maerkte. Wer will kann es sehr urspruenglich haben, z.B. Reisen im oeffentlichen Bus, aber auch die luxurioese Variante im klimatisierten Privatauto ist moeglich.
Indonesien ist das groesste muslimische Land der Welt und wir hatten deswegen auch unsere Bedenken, diese waren jedoch unbegruendet. Zwar hat es verschleierte Frauen, mit Burka haben wir erst eine gesehen. In den Staedten hat es viele Frauen, die unverschleiert sind. Einer erklaerte uns einmal, dass die Bewohner von Java in ihrem Herzen ein bisschen Hindus sind und es deshalb keine Kaemfe zwischen den Religionen gibt. Die Indonesier sind tolerante Menschen, auch was die Religion betrifft. Im Staatswappen werden die fuenf Grundprinzipien Indonesiens dargestellt. Eines ist ein Stern und der bedeutet Glaube an einen Gott, ganz gleich ob christlicher oder islamischer Gott, ob Buddha oder Shiva. Ein Nachteil hat der Islam: Wenn das Hotel in der Naehe einer Moschee steht, dann wird man am Morgen ziemlich frueh (halb fuenf) durch den Muezin geweckt. Also vor dem Einchecken immer zuerst fragen, wo die naechste Moschee steht. Daneben ist das Bier oft das Teuerste auf der Speisekarte, wenn es ueberhaupt Alkohol gibt. Doch die vielen verschiedenen feinen frischen Fruchtsaefte "troesten" darueber hinweg.
Obwohl wir zugeben muessen, dass wir rein zeitmaessig ohne weiteres eine Woche Bali einplanen koennten. Doch wir schaetzen es, einmal ein bisschen mehr Zeit zu haben, das Tagesprogramm locker zu gestalten. Auch muessen wir nicht jeden Palast, jedes Kloster oder jeden Tempel ansehen, sondern wir konzentrieren uns auf einzelne Sehenswuerdigkeiten. So bleiben wir drei, vier statt zwei Tage an einem Ort und haben so jeweils ein Stammlokal (das kulinarische Angebot ist nicht so gross wie an anderen Orten). In Solo haben wir dank des Reisefuehrers ein Restaurant "entdeckt", das frisches Brot anbietet. Welch ein Genuss nach dem vielen laschen Toastbrot oder suessem Gebaeck. Immer wieder stossen wir auf solche Leckereien. In Pangandaran hatten wir echte Aelplermaccharonen, denn das Lokal wird von einer Schweizerin gefuehrt. In Dieng stand Swiss Rosti auf dem Menue. Logisch, dass wir das bestellten. Es waren Pommes Frites mit Tomaten und einem Ei, welche Enttaeuschung, obwohl das Essen gut schmeckte. Wir haben noch nie so viele Eier gegessen wie auf Java. Zum Fruehstueck hat man oft die Wahl zwischen Toast mit Butter und Marmelade oder Toast mit Omelett, hartgekochtem Ei oder Ruehrei. Da die Marmelade nicht besonders gut schmeckt, waehlten wir meist das mit Ei. Auch zum Nasi Goreng wird oft ein Ei serviert. Wegen dem Cholesterin verzichten wir manchmal auf das Ei.
Patrik
Trotzdem bleiben wir dabei, wir werden nur Java bereisen. Uns gefaellt es hier und gerne machen wir ein bisschen Werbung fuer diese Insel, die wegen dem Tsunami unter einem Einbruch des Tourismus litt/leidet. Erst langsam kommen die Touristen zurueck. Dabei bieten sich gerade unsere Sommerferien fuer eine Reise in Java an, weil dann am wenigsten Regen faellt. Die Temperaturen sind das ganze Jahr ueber ziemlich gleich, da es nah am Aequator liegt. Es ist heiss, aber nicht schwuel. Das Land bietet vieles: freundliche Menschen, tolle Bauwerke (Borobudur gehoert fuer viele zu den Weltwundern, daneben Prambanan und weiter Palaeste und Tempel), viele Vulkane, die "erwandert" werden koennen, schoene Badestraende, herrliche Reisterrassen, Basare/Maerkte. Wer will kann es sehr urspruenglich haben, z.B. Reisen im oeffentlichen Bus, aber auch die luxurioese Variante im klimatisierten Privatauto ist moeglich.
Indonesien ist das groesste muslimische Land der Welt und wir hatten deswegen auch unsere Bedenken, diese waren jedoch unbegruendet. Zwar hat es verschleierte Frauen, mit Burka haben wir erst eine gesehen. In den Staedten hat es viele Frauen, die unverschleiert sind. Einer erklaerte uns einmal, dass die Bewohner von Java in ihrem Herzen ein bisschen Hindus sind und es deshalb keine Kaemfe zwischen den Religionen gibt. Die Indonesier sind tolerante Menschen, auch was die Religion betrifft. Im Staatswappen werden die fuenf Grundprinzipien Indonesiens dargestellt. Eines ist ein Stern und der bedeutet Glaube an einen Gott, ganz gleich ob christlicher oder islamischer Gott, ob Buddha oder Shiva. Ein Nachteil hat der Islam: Wenn das Hotel in der Naehe einer Moschee steht, dann wird man am Morgen ziemlich frueh (halb fuenf) durch den Muezin geweckt. Also vor dem Einchecken immer zuerst fragen, wo die naechste Moschee steht. Daneben ist das Bier oft das Teuerste auf der Speisekarte, wenn es ueberhaupt Alkohol gibt. Doch die vielen verschiedenen feinen frischen Fruchtsaefte "troesten" darueber hinweg.
Obwohl wir zugeben muessen, dass wir rein zeitmaessig ohne weiteres eine Woche Bali einplanen koennten. Doch wir schaetzen es, einmal ein bisschen mehr Zeit zu haben, das Tagesprogramm locker zu gestalten. Auch muessen wir nicht jeden Palast, jedes Kloster oder jeden Tempel ansehen, sondern wir konzentrieren uns auf einzelne Sehenswuerdigkeiten. So bleiben wir drei, vier statt zwei Tage an einem Ort und haben so jeweils ein Stammlokal (das kulinarische Angebot ist nicht so gross wie an anderen Orten). In Solo haben wir dank des Reisefuehrers ein Restaurant "entdeckt", das frisches Brot anbietet. Welch ein Genuss nach dem vielen laschen Toastbrot oder suessem Gebaeck. Immer wieder stossen wir auf solche Leckereien. In Pangandaran hatten wir echte Aelplermaccharonen, denn das Lokal wird von einer Schweizerin gefuehrt. In Dieng stand Swiss Rosti auf dem Menue. Logisch, dass wir das bestellten. Es waren Pommes Frites mit Tomaten und einem Ei, welche Enttaeuschung, obwohl das Essen gut schmeckte. Wir haben noch nie so viele Eier gegessen wie auf Java. Zum Fruehstueck hat man oft die Wahl zwischen Toast mit Butter und Marmelade oder Toast mit Omelett, hartgekochtem Ei oder Ruehrei. Da die Marmelade nicht besonders gut schmeckt, waehlten wir meist das mit Ei. Auch zum Nasi Goreng wird oft ein Ei serviert. Wegen dem Cholesterin verzichten wir manchmal auf das Ei.
Patrik
Freitag, 31. August 2007
Busfahren auf Java, Teil 2
In den letzten Tagen waren wir ausschliesslich auf eigene Faust mit oeffetlichen Bussen der Economy-Klasse unterwegs. Economy heisst konkret soviel, das die Busse fahrbare Untersaetze sind. Dafuer hat man bleibende und unvergessliche Erinnerungen.
Da es praktisch keine Touristen hat, welche mit diesen Bussen reisen, faellt einem die Orientierung an den Busbahnhoefen nicht leicht. Wenn wir aber den Zielort nannten, fanden sich oft ein halbes Dutzend Helfer, welche uns zum richtigen Bus begleiteten. Die Busse sind wie gesagt ohne jeglichen Komfort. So sind die Tueren, sofern es welche hat, waehrend der ganzen Reise geoeffnet ebenso die Fenster. Beispielsweise fuhren wir gestern mit einem Bus, bei welchem ziemlich sicher der Tank fuers Kuehlwasser im Motor defekt war. So stand ein Kanister mit Wasser neben dem Armaturenbrett und ueber eine Stueck Gartenschlauch wurde das Wasser durch den Fahrzeugboden in den Motor geleitet. Als wir dann einen kleineren Pass ueberquerten, sprudelte das kochende Wasser im Kanister ueber.
Wenn man einen Sitzplatz bekommt, gehoert man zu den Gluecklichen. Nebst dem Fahrer sind immer noch 2 Mitfahrer im Bus, bei welchen man die Fahrt bezahlt. Sie melden dem Fahrer mittels klopfen einer Muenze an das Wagendach mit, wann er zu stoppen hat und helfen noetigenfalls beim Ein- und Aussteigen. In den Doerfern rufen sie lautstark das Ziel der Reise aus und versuchen so, weitere Gaeste in den Bus zu bekommen. Denn in einem vollen Bus hat es immer noch Platz fuer weitere. Auch haben sie immer auch ein Auge auf den Verkehr, ermahnen entgegenkommende Fahrzeuge zu verlangsamen, wenn der Bus auf der Ueberholspur ist, schaetzen ein, ob genuend Platz zum Ueberholen ist. Auch sind diese Mitfahrer wahre Organisationstalente, wenn es ums Sitzplatz zuweisen geht oder ums Verstauen des Gepaecks. Oft sind die Stauraeume des Busses ueberfuellt und so muss alles Gepaeck im Inneren des Busses verstaut werden. So kommt es dann, dass ich waehrend rund 2 Stunden mit meinem Rucksack auf den Knien zwischen zwei Stuhlreihen festgekeilt war. Generell sind die Sitze in den Busssen nichts fuer europaeische Beine gedacht. Wie man sich auch hinsetzt, man hat keine Beinfreiheit, sondern bleibt eingekeit. Auch die Rueckenlehne ist viel kuerzer und so kann man nicht schlafen, ausser man lehnt sich an den Nachbar.
Waehrend ich es in der Schweiz bevorzugt habe, moeglichst weit vorne in einem Bus zu setzen, sitze ich hier lieber weiter hinten, um vom "kamikazeartigen" Fahrstil nicht allzuviel mitzubekommen. Oft sind die Ueberholmanoever derart riskant, dass einem fuer einen Moment das Blut in den Adern stoppt. Meist hat der Fahrer auch nur eine Hand am Steuer, mit der anderen haelt er die Zigarette. Dennnoch haben wir hier noch keinen Unfall auf den Strassen gesehen. Trotz der rowdyartigen Fahrweise sind die Strassenteilnehmer toleanter. Die Fahrweise mit oft uebersetzter Geschwindigkeit haengt damit zusammen, dass hier Zeit wirklich Geld ist. Denn die oeffentlichen Buslinien werden streckenweise von unterschiedlichen, privaten Unternehmern betrieben. Je schneller ein Fahrer die Rueck- oder Weiterfahrt antreten kann, umso mehr kann er verdienen.
In den Busbahnhoefen groesserer Ortschaften herrscht immer viel Betrieb. Hier steigen dann auch immer fliegende Haendler in den Bus, welche ihre Produkte fuer ein paar Rupien verkaufen wollen. Nebst Esswaren und Getraenken werden auch Kugelschreibern, CD mit Gebeten ... angeboten. Diverse Musikanten versuchen ihr Glueck, die Bewertung der Gesangskuenste erfolgt sogleich und zwar in der Anzahl der erhaltenen Muenzen. Einige Musikanten waren so mies, dass sie kaum das Fahrgeld herausbekamen. Ein Duo bestehend aus Djembist (selbstgebastelte Djembe aus zwei Plastikabflussrohren) und Gitarrist bot eine erfolgreiche Darbietung und wurde sogar mit Noten (1000 Rupia sind etwa 13 Rp.) belohnt. Das Skurillste war bisher ein Massage- und Kratzloeffel. Dieses Ding hatte einen stabilen Kunststoffgriff und vorne war ein etwa zweifraenklergrosses Metallstueck angebracht. Als Ergotherapeutin bin ich normalerweise mit Hilfsmitteln vertraut, doch nach dem Betrachten dieses Dings schaute ich die Frau neben mir fragend an, sie erwiderte meinen fragenden Blick und schien auch keine Ahnung zu haben. Die Verkaufstaktik ist jeweils so, dass die Produkte erklaert oder demonstriert werden, dann werden sie an alle Fahrgaeste verteilt. Danach werden sie wieder eingesammelt oder gekauft.
Bettina
Montag, 27. August 2007
Westjava Teil 2
Bei unserer Tour waren drei hollaendische Paerchen dabei. Der groesste Teil der Touristen in Java sind Flachlaender. Dies trotz der hollaendischen Vergangenheit als Kolonialmacht. Deshalb sprechen viele Fuehrer hollaendisch. Einer unserer Fuehrer auf dieser Tour sprach auch deutsch. Deshalb sind wir mit ihm mitgegangen, als er uns am Bahnhof in Bogor angesprochen hat und haben uns zu dieser Tour ueberreden lassen. Was wir jedoch gar nicht bereuen. Die beiden Hollaender in unserem Bus, Stan und Lettie, leiden immer wieder unter Durchfall und Magenkraempfen. Bis jetzt wurden wir von solchen Unannehmlichkeiten verschont. Liegt vielleicht auch daran, dass wir Vegetarier sind, denn das Fleisch wird nicht immer unter hygienischen Bedingungen gelagert. Stan ist ein sogenannter Gado-gado, sein Vater ist Indonesier und seine Mutter aus den Niederlanden. Gado-gado heisst so viel wie halb-halb. Jeder Indonesier sieht sofort, wenn einer Gado-gado ist. Wegen seiner hellen Haut, wurde ihm einmal mitgeteilt. Geknickt meinte er, dass er in Holland eine dunkle Haut habe. Stan ist 1.85 m gross, seine Eltern hingegen seien nur 1.65 und 1.68 m gross.
Ein Reisefuehrer meinte einmal zu mir, ich sei bald so dunkel wie ein Indonesier. Darauf sagte ich ihm, dass ich dafuer zu gross bin. (Wie die Vietnamsen sind die Indonesier ziemlich klein, im Gegensatz zu den Vietnamesen hat es recht viele staemmige Indonesier.) Er fand das jedoch nicht so witzig. Der Humor der Indonesier zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie ueber ihre eigenen Witze aus vollem Herzen lachen koennen, auch wenn sonst niemand anders lacht.
Heute hat uns ein Reisefuehrer/Fahrer verarscht. Wir wollen von Yogyakarta (ich schreibe die Namen extra auf, damit ihr unserer Reise besser folgen koennt) nach Wonosobo bzw. nach Dieng (diese Ortschaften findet ihr wahrscheinlich nicht). Die Reiseagenturen bieten nur Tagestouren auf das Dieng Plateau an, das heisst am gleichen Tag wieder zurueck. Dazu haben wir schlicht und einfach keine Lust, eine Fahrt am gleichen Tag genuegt. Dem Reisefuehrer, mit dem wir heute in Borobudur und Prambanan (Zwei sehr sehenswerte buddhistische bzw. hinduistische Tempelanlagen. Damit wir den Sonnenaufgang in Borobudur erleben konnten, sind wir um Viertel vor Fuenf abgefahren, wir waren die Ersten! Mussten dann aber zehn Minuten vor dem geschlossen Tor warten) waren, sagte uns, dass er das fuer uns organisieren koenne, ein Freund von ihm biete das an. Er sagte, dass wir um fuenf Uhr in dessen Buero sein sollen und zeigte uns den Weg dorthin. Als wir dann dort aufkreuzten, wussten sie nichts davon und sagten, wir muessen den doppelten Preis zahlen, wenn wir in Dieng uebernachten wollen. Dies kommt fuer uns nicht in Frage, deshalb fahren wir morgen mit dem oeffentlichen Bus. Wird sicher auch interessant in einem solchen Bus. Der andere Kerl hat uns einfach einen Mist erzaehlt. Er kann froh sein, wenn er uns nicht mehr ueber den Weg laeuft.
Patrik
Ein Reisefuehrer meinte einmal zu mir, ich sei bald so dunkel wie ein Indonesier. Darauf sagte ich ihm, dass ich dafuer zu gross bin. (Wie die Vietnamsen sind die Indonesier ziemlich klein, im Gegensatz zu den Vietnamesen hat es recht viele staemmige Indonesier.) Er fand das jedoch nicht so witzig. Der Humor der Indonesier zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie ueber ihre eigenen Witze aus vollem Herzen lachen koennen, auch wenn sonst niemand anders lacht.
Heute hat uns ein Reisefuehrer/Fahrer verarscht. Wir wollen von Yogyakarta (ich schreibe die Namen extra auf, damit ihr unserer Reise besser folgen koennt) nach Wonosobo bzw. nach Dieng (diese Ortschaften findet ihr wahrscheinlich nicht). Die Reiseagenturen bieten nur Tagestouren auf das Dieng Plateau an, das heisst am gleichen Tag wieder zurueck. Dazu haben wir schlicht und einfach keine Lust, eine Fahrt am gleichen Tag genuegt. Dem Reisefuehrer, mit dem wir heute in Borobudur und Prambanan (Zwei sehr sehenswerte buddhistische bzw. hinduistische Tempelanlagen. Damit wir den Sonnenaufgang in Borobudur erleben konnten, sind wir um Viertel vor Fuenf abgefahren, wir waren die Ersten! Mussten dann aber zehn Minuten vor dem geschlossen Tor warten) waren, sagte uns, dass er das fuer uns organisieren koenne, ein Freund von ihm biete das an. Er sagte, dass wir um fuenf Uhr in dessen Buero sein sollen und zeigte uns den Weg dorthin. Als wir dann dort aufkreuzten, wussten sie nichts davon und sagten, wir muessen den doppelten Preis zahlen, wenn wir in Dieng uebernachten wollen. Dies kommt fuer uns nicht in Frage, deshalb fahren wir morgen mit dem oeffentlichen Bus. Wird sicher auch interessant in einem solchen Bus. Der andere Kerl hat uns einfach einen Mist erzaehlt. Er kann froh sein, wenn er uns nicht mehr ueber den Weg laeuft.
Patrik
Busfahren auf Java
Soweit ich mit in meinem Leben erinnern kann, bin ich noch nie so viel Bus gefahren wie in diesen knapp zwei Wochen hier auf Java. Nebst den ueblichen Bussen (in der Schweiz wuerde man Postauto sagen) gibt es hier ueberwiegend Minibusse. Diese haben etwa die Groesse einens VW-Busses und sind fuer 6 - 8 Personen gedacht.
Hier auf Indonesien herrscht Linksverkehr. Der Komfort der Busse ist unterschiedlich. Vom Van, mit europaeischem Standart und Klimaanlage, bis zur sogenannten "Klapperkiste", bei welchem die Metallfederung der Sitze schon nach wenigen Minuten Fahrt deutlich spuerbar ist und man bald nicht mehr weiss, wie man sich setzen soll, weil es so unbequem ist, dessen Lackerung mit dem Pinsel schon x-fach uebergemalt wurde und der Motor mittels Aneinanderhalten der Zuendungskabel gestartet werden muss, haben wir bisher die ganze Palette erlebt! S0lange ein Fahrzeug irgendwie fahrtuechtig ist, darf es auf den oeffentlichen Strassen fahren. Gestern haben wir beispielsweise ein Auto gesehen, wessen Carosserie vollstaendig mit breitem, feuerrotem Klebeband (nur die Farbe erinnterte entfernt an einen Ferrari) ueberzogen war.
Die Ueberlandstrassen sind schmale, geteerete Baender, welche sie durch die Landschaft und die Doerfer schlaengeln. In den Dorfern gibt es unzaehlige Schwellen (Geschwindigkeitsbrecher), welche eine fast vollstandiges Anhalten verlangen. Dafuer lassen die Fahrer dann nachher die Motoren aufheulen, wenn sie bis zur naechsten Schwelle Vollgas geben!
Da bei den meisten Minibussen die Klimaanlage nicht funktioniert, sind die Fenster geoeffnet. Wir sind jeweils froh, nicht allzu lange hinter einem stinkigen Lastwagen fahren zu muessen. Dennoch sind wir nach einem halben Tag meisten schwarz vom Russ und den Abgasen.
Waehrend einer laengeren Fahrt wird dann fuer das Mittagessen irgendwo in einem Restaurant angehalten. Diese Stopps sind dann auch eine Gelegendheit, die steifen Beine zu vertreten und sich ueber die Sitzposition fuer die kommenden ... Stunden Gedanken zu machen! Meist gibt es ein Buffet mit typischen indonesischen Speisen. Die Gerichte werden im Verlauf des Morgens gekocht, gebraten oder frittiert und man schoepft sich nach belieben auf den Teller. Fuer uns war es zu Beginn ungewohnt, dass sie dann zum Essen kalt sind. Eines dieser typischen Gerichte ist Gado Gado, eine Art Gemuesesalat an einer Erndussbuttersauce. Das Nationalgericht hier ist aber Nasi Goreng. Es ist gebratener (=goreng) Reis (=nasi) mit unterschiedlichen Variationen, beispielsweise mit Ayam (Huhn), Ikan (Fisch), Deging (Rind) und fuer uns auch mit Gemuese. Wir haben schon unzahelige Male Nasi gegessen, doch jedesmal schmeckte es anders und ist je nach dem unterschiedlich scharf.
Bettina
Hier auf Indonesien herrscht Linksverkehr. Der Komfort der Busse ist unterschiedlich. Vom Van, mit europaeischem Standart und Klimaanlage, bis zur sogenannten "Klapperkiste", bei welchem die Metallfederung der Sitze schon nach wenigen Minuten Fahrt deutlich spuerbar ist und man bald nicht mehr weiss, wie man sich setzen soll, weil es so unbequem ist, dessen Lackerung mit dem Pinsel schon x-fach uebergemalt wurde und der Motor mittels Aneinanderhalten der Zuendungskabel gestartet werden muss, haben wir bisher die ganze Palette erlebt! S0lange ein Fahrzeug irgendwie fahrtuechtig ist, darf es auf den oeffentlichen Strassen fahren. Gestern haben wir beispielsweise ein Auto gesehen, wessen Carosserie vollstaendig mit breitem, feuerrotem Klebeband (nur die Farbe erinnterte entfernt an einen Ferrari) ueberzogen war.
Die Ueberlandstrassen sind schmale, geteerete Baender, welche sie durch die Landschaft und die Doerfer schlaengeln. In den Dorfern gibt es unzaehlige Schwellen (Geschwindigkeitsbrecher), welche eine fast vollstandiges Anhalten verlangen. Dafuer lassen die Fahrer dann nachher die Motoren aufheulen, wenn sie bis zur naechsten Schwelle Vollgas geben!
Da bei den meisten Minibussen die Klimaanlage nicht funktioniert, sind die Fenster geoeffnet. Wir sind jeweils froh, nicht allzu lange hinter einem stinkigen Lastwagen fahren zu muessen. Dennoch sind wir nach einem halben Tag meisten schwarz vom Russ und den Abgasen.
Waehrend einer laengeren Fahrt wird dann fuer das Mittagessen irgendwo in einem Restaurant angehalten. Diese Stopps sind dann auch eine Gelegendheit, die steifen Beine zu vertreten und sich ueber die Sitzposition fuer die kommenden ... Stunden Gedanken zu machen! Meist gibt es ein Buffet mit typischen indonesischen Speisen. Die Gerichte werden im Verlauf des Morgens gekocht, gebraten oder frittiert und man schoepft sich nach belieben auf den Teller. Fuer uns war es zu Beginn ungewohnt, dass sie dann zum Essen kalt sind. Eines dieser typischen Gerichte ist Gado Gado, eine Art Gemuesesalat an einer Erndussbuttersauce. Das Nationalgericht hier ist aber Nasi Goreng. Es ist gebratener (=goreng) Reis (=nasi) mit unterschiedlichen Variationen, beispielsweise mit Ayam (Huhn), Ikan (Fisch), Deging (Rind) und fuer uns auch mit Gemuese. Wir haben schon unzahelige Male Nasi gegessen, doch jedesmal schmeckte es anders und ist je nach dem unterschiedlich scharf.
Bettina
Samstag, 25. August 2007
Ho Chi Minh City
Von den letzten Tagen in Vietnam haben wir euch noch nicht informiert. Deshalb ein paar Worte zu Ho Chi Minh City oder Saigon, wie es frueher hiess. Vietnam bereist man entweder von Sueden nach Norden oder ungekehrt, wie wir es machten. Unterwegs begegneten wir vielen, die sagten, wie schlimm HCMC sei, dass sie diese Stadt hassten und dass Hanoi viel schoener sei.
Uns ist es genau umgekehrt ergangen. Nicht dass wir Hanoi hassen wuerden, aber HCMC hat uns deutlich besser gefallen. Die Stadt ist grosszuegiger gebaut, die Strassen sind breiter, die Verkehrsregeln werden ueberall eingehalten. So kann man als Fussgaenger die Strassen ueberqueren, ohne sich in Lebensgefahr begeben zu muessen. An gewissen Strassen hat es sogar "Tourist Security", die einem beim Ueberqueren der Strasse behilflich sind. Wenn sie gerade Zeit haben und nicht mit ihren Kollegen schwatzen.
Touristische Hoehepunkte hat HCMC nicht sehr viele, das Kriegsmuseum ueber den Vietnamkrieg ist das meistbesuchte Gebaeude. Wenn man bedenkt, dass die Hauptpost von HCMC auf Stadtrundfahrten besucht wird und eine Stadtrundfahrt nur gerade sechs Stunden dauert, ist eigentlich schon alles gesagt.
Unser Hotel lag mitten im Travellerviertel, trotzdem sehr ruhig. In diesem Viertel hat es viele ausgezeichnete Restaurants, italienisch, mexikanisch, indisch oder wer noch nicht genug Reis hatte auch vietnamesisch. Ganz in der Naehe ist ein Markt, wo man sich mit allen moeglichen nachgemachten Produkten eindecken kann, Handtaschen, Portemonnaies, Guertel, Uhren, Poloshirts, T-Shirts, Schuhe, ... Wenn man zehn Minuten weitergeht, kommt man zu den Geschaeften, welche die Originalware verkaufen. Wobei man nie sicher ist, ob es wirklich echt ist, denn die Kopien sind gut. Hier findet man auch die Luxushotels und teueren Restaurants, alles innerhalb von wenigen hundert Metern. Einmal tranken wir im Restaurant auf dem Dach des Hotel Rex (*****), ein Bier und einen Kaffee und wir bezahlen mehr als fuer das Abendessen zuvor (48'000 Dong plus 15% Steuern pro Getraenk, 13'000 Dong sind etwa 1 SFr.). Preise wie bei uns, dafuer wurden wir mit einer Livemusik gequaelt, die irgendwelche Songs traellerten, die alle gleich toenten und niemand erkannte. Dafuer war die Aussicht vom fuenften Stock aus toll.
Vielleicht liegen unsere Sympathien fuer HCMC auch darin, dass es nicht mehr so feuchtheiss war wie in Hanoi und wir uns an die Temperaturen ein bisschen gewoehnt hatten. Auch hatten wir mit Maloes aus Holland eine nette und unterhaltsame Begleitung.
Patrik
Uns ist es genau umgekehrt ergangen. Nicht dass wir Hanoi hassen wuerden, aber HCMC hat uns deutlich besser gefallen. Die Stadt ist grosszuegiger gebaut, die Strassen sind breiter, die Verkehrsregeln werden ueberall eingehalten. So kann man als Fussgaenger die Strassen ueberqueren, ohne sich in Lebensgefahr begeben zu muessen. An gewissen Strassen hat es sogar "Tourist Security", die einem beim Ueberqueren der Strasse behilflich sind. Wenn sie gerade Zeit haben und nicht mit ihren Kollegen schwatzen.
Touristische Hoehepunkte hat HCMC nicht sehr viele, das Kriegsmuseum ueber den Vietnamkrieg ist das meistbesuchte Gebaeude. Wenn man bedenkt, dass die Hauptpost von HCMC auf Stadtrundfahrten besucht wird und eine Stadtrundfahrt nur gerade sechs Stunden dauert, ist eigentlich schon alles gesagt.
Unser Hotel lag mitten im Travellerviertel, trotzdem sehr ruhig. In diesem Viertel hat es viele ausgezeichnete Restaurants, italienisch, mexikanisch, indisch oder wer noch nicht genug Reis hatte auch vietnamesisch. Ganz in der Naehe ist ein Markt, wo man sich mit allen moeglichen nachgemachten Produkten eindecken kann, Handtaschen, Portemonnaies, Guertel, Uhren, Poloshirts, T-Shirts, Schuhe, ... Wenn man zehn Minuten weitergeht, kommt man zu den Geschaeften, welche die Originalware verkaufen. Wobei man nie sicher ist, ob es wirklich echt ist, denn die Kopien sind gut. Hier findet man auch die Luxushotels und teueren Restaurants, alles innerhalb von wenigen hundert Metern. Einmal tranken wir im Restaurant auf dem Dach des Hotel Rex (*****), ein Bier und einen Kaffee und wir bezahlen mehr als fuer das Abendessen zuvor (48'000 Dong plus 15% Steuern pro Getraenk, 13'000 Dong sind etwa 1 SFr.). Preise wie bei uns, dafuer wurden wir mit einer Livemusik gequaelt, die irgendwelche Songs traellerten, die alle gleich toenten und niemand erkannte. Dafuer war die Aussicht vom fuenften Stock aus toll.
Vielleicht liegen unsere Sympathien fuer HCMC auch darin, dass es nicht mehr so feuchtheiss war wie in Hanoi und wir uns an die Temperaturen ein bisschen gewoehnt hatten. Auch hatten wir mit Maloes aus Holland eine nette und unterhaltsame Begleitung.
Patrik
Westjava
Indonesien gefaellt uns bisher sehr gut. Die Menschen hier sind offener, freundlicher und herzlicher als in Vietnam. Oft kommt es vor, dass uns spontan zugewunken wird, wir angesprochen und mit Handschlag auf der Strasse gegruesst werden, man sich nach unserer Herkunft erkundigt, ohne die Absicht danach ein Geschaeft mit uns zu machen, nach Geld zu betteln oder nach Suessigkeiten zu fragen. Einmal spazierten wir einer Strasse entlang, wo vor einem Haus ein paar Kinder sassen, um die vier, fuenf Jahre alt. Begeistert winkten sie uns zu. Der Mutigste von ihnen rannte neben uns her und streckte Patrik die flache Hand hin. Er klatschte ab und der Knabe strahlte ueber alle Backen. Als seine Kollegen dies sahen, kamen sie angerannt und wollten auch abklatschen. Sie strahlten, wie nur Kinder in dem Alter strahlen koennen.
Auf einer 3 Tagestour haben wir den westlichen Teil von Java durchquert. Dabei haben wir eine abwechslungsreiche Landschaft genossen. Waehrend einer Nachmittagswanderung haben wir den Dschungel durchquert und dann einen riesigen Wasserfall gesehen, in dessen Pool wir baden konnten (war recht kuehl, brrr...). Zum Glueck haben wir im Anschluss noch eine heisse Quelle besucht, um uns dann wieder aufzuwaermen, wobei die Quelle dann fast zu heiss war.
Einer unserer Guides (=Fuehrer) hat uns dann noch zu sich nach Hause eingeladen und uns seiner Familie vorgestellt. Hier haben wir das erste Mal pisang goreng (=in Teig frittierte Bananen) gegessen. Die fuenfkoepfige Familie lebt in einem 3Zimmerhaus mit Kueche, wobei das "Bad" ausserhalb ist. Dominiert wird die Stube von einem ueberdimensionierten Fernseher und zwei grossen Lautsprechern. DVD-Geraet gehoert zur Standartausruestung in jedem Haushalt. (Indonesien hat schon genug Einwohner! Familienplanung). Das Dorf ist nur ueber einen Fusspfad zu erreichen und liegt in mitten von Reisfeldern.
Leider schliesst der Warnet (Warung = Geschaeft jeglicher Art, Internet) in einer Minuten und wir muessen hier abbrechen. Fortsetzung folgt.
Bettina
Auf einer 3 Tagestour haben wir den westlichen Teil von Java durchquert. Dabei haben wir eine abwechslungsreiche Landschaft genossen. Waehrend einer Nachmittagswanderung haben wir den Dschungel durchquert und dann einen riesigen Wasserfall gesehen, in dessen Pool wir baden konnten (war recht kuehl, brrr...). Zum Glueck haben wir im Anschluss noch eine heisse Quelle besucht, um uns dann wieder aufzuwaermen, wobei die Quelle dann fast zu heiss war.
Einer unserer Guides (=Fuehrer) hat uns dann noch zu sich nach Hause eingeladen und uns seiner Familie vorgestellt. Hier haben wir das erste Mal pisang goreng (=in Teig frittierte Bananen) gegessen. Die fuenfkoepfige Familie lebt in einem 3Zimmerhaus mit Kueche, wobei das "Bad" ausserhalb ist. Dominiert wird die Stube von einem ueberdimensionierten Fernseher und zwei grossen Lautsprechern. DVD-Geraet gehoert zur Standartausruestung in jedem Haushalt. (Indonesien hat schon genug Einwohner! Familienplanung). Das Dorf ist nur ueber einen Fusspfad zu erreichen und liegt in mitten von Reisfeldern.
Leider schliesst der Warnet (Warung = Geschaeft jeglicher Art, Internet) in einer Minuten und wir muessen hier abbrechen. Fortsetzung folgt.
Bettina
Donnerstag, 16. August 2007
Easy Rider in Da Lat - urspruengliche und individuelle Eindruecke aus Vietnam
In Viet Nam wird man als Tourist auf einer Hauptachse von Norden nach Sueden (oder umgekehrt) durchs Land geschleust. Es gibt Moeglichkeiten fuer Abstecher und Ausfluege, wobei diese mit individuellen Reisen nur wenig gemeinsam haben, da unzaehlige Reiseveranstalter eben auch diese "einmalige" Tour auch anbieten. Da wir es uns von unseren vorangeganenen Reisen gewohnt waren, unsere Route selber zu planen und zu organisieren, war das fuer uns eine ganz neue und ungewohnte Erfahrung (!!!). Ein Vorteil war, dass man viele Bekanntschaften schliessen konnte, da man sich sicher irgendwo in einen Bus, in einem Restaurant beim Essen, auf einer Tour,... wieder trifft. So haben wir auch unterhaltsame Stunden mit Gustavo ( aus Equador) und Jipper aus (Grossbritannien) und spaeter mit Maloes ( aus Holland) verbracht...
Auf unserer Reise von Norden nach Sueden durch Viet Nam haben wir in Da Lat, in den zentralen Highlands, Station gemacht. Das Wetter dort war alles andere als einladend, da die Regenzeit begonnen hat und auch mehrere Taifune der Kueste entlang nach Norden zogen, war es extrem regnerisch und auch kuehl.
Am Abend unserer Ankunft wurden wir von zwei jungen Maennern in der Naehe des Cho Da Lat (= Markt) angesprochen. Wie es so ist, kommt man ins Gespraech und wir merkten schnell, dass es ihnen vor allem ums Geschaeft ging. Sie stellten sich als Easy Rider vor. Wir haben vorgaengig von dieser Gruppe Maenner auch im Reisefueher gelesen. Sie bieten Touren auf ihren 125er Motorraedern an und ermoeglichen den Touristen, so einen einmaligen und individuellen Einblick in die Kulur und ins alltaegliche Leben in der Region zu erhalten.
Wir vereinbarten trotz des Wetter eine Tagestour. Am naechsten Morgen wurden wir von den Beiden mit ihren Toeffs beim Hotel abgeholt. Bevor es dann losging, machten wir uns mit Gummistiefeln, Pellerine und Helm noch zusaetzlich wetterfest. Wir verbrachten mit den Beiden einen unvergesslichen Tag, wobei auch das Wetter mitspielte und sich am Nachmittag sogar zum ersten Mal seit Tagen die Sonne zeigte.
Wir besichtigeten eine der unzaheligen Blumenfarmen und eine Kaffeeplantage. Viet Nam ist aktuell die Nummer 1 im Kaffeeexport. Die Blumen aus den Farmen werden vorallem nach Japan und Taiwan geschickt. Bei einem Bauenhof konnte wir die Aufzucht der Seidenraupen betrachten und anschliessend in einer kleinen, lokalen Seidenmanufaktur beobachten wie aus dem Seidenkokon ein Stoff entsteht. Die getrockneten Raupen werden danach als Delikatesse auf dem Markt angeboten, sollen wie Erdnuesse schmecken. Nebst einer Padoge mit einer riesigen, lachenden Buddhastatue, erkletterten wir uns den spektakulaeren Ausblick auf einen imposanten Wasserfall... Im Weiteren haben wir beobachtet, wie ein Fischer einen 5kg schweren Fisch aus dem Fluss zog und dieser dann noch lebend am Strassenrand verkauft wurde...
Bettina
Auf unserer Reise von Norden nach Sueden durch Viet Nam haben wir in Da Lat, in den zentralen Highlands, Station gemacht. Das Wetter dort war alles andere als einladend, da die Regenzeit begonnen hat und auch mehrere Taifune der Kueste entlang nach Norden zogen, war es extrem regnerisch und auch kuehl.
Am Abend unserer Ankunft wurden wir von zwei jungen Maennern in der Naehe des Cho Da Lat (= Markt) angesprochen. Wie es so ist, kommt man ins Gespraech und wir merkten schnell, dass es ihnen vor allem ums Geschaeft ging. Sie stellten sich als Easy Rider vor. Wir haben vorgaengig von dieser Gruppe Maenner auch im Reisefueher gelesen. Sie bieten Touren auf ihren 125er Motorraedern an und ermoeglichen den Touristen, so einen einmaligen und individuellen Einblick in die Kulur und ins alltaegliche Leben in der Region zu erhalten.
Wir vereinbarten trotz des Wetter eine Tagestour. Am naechsten Morgen wurden wir von den Beiden mit ihren Toeffs beim Hotel abgeholt. Bevor es dann losging, machten wir uns mit Gummistiefeln, Pellerine und Helm noch zusaetzlich wetterfest. Wir verbrachten mit den Beiden einen unvergesslichen Tag, wobei auch das Wetter mitspielte und sich am Nachmittag sogar zum ersten Mal seit Tagen die Sonne zeigte.
Wir besichtigeten eine der unzaheligen Blumenfarmen und eine Kaffeeplantage. Viet Nam ist aktuell die Nummer 1 im Kaffeeexport. Die Blumen aus den Farmen werden vorallem nach Japan und Taiwan geschickt. Bei einem Bauenhof konnte wir die Aufzucht der Seidenraupen betrachten und anschliessend in einer kleinen, lokalen Seidenmanufaktur beobachten wie aus dem Seidenkokon ein Stoff entsteht. Die getrockneten Raupen werden danach als Delikatesse auf dem Markt angeboten, sollen wie Erdnuesse schmecken. Nebst einer Padoge mit einer riesigen, lachenden Buddhastatue, erkletterten wir uns den spektakulaeren Ausblick auf einen imposanten Wasserfall... Im Weiteren haben wir beobachtet, wie ein Fischer einen 5kg schweren Fisch aus dem Fluss zog und dieser dann noch lebend am Strassenrand verkauft wurde...
Bettina
Indonesien
Heute sind wir in Indonesien angekommen, gerade rechtzeitig, denn morgen feiern sie ihren Nationalfeiertag. So koennen wir den verpassten 1. August nachholen. Eher mit Militaerparaden wie mit einem Funken. Bin sehr gespannt, wie die Feier vor sich geht. Jakarta ist eine riesige Stadt, laut unserem Taxifahrer leben hier 14 mio. Menschen. Als wir ihm sagten, dass in der ganzen Schweiz nur 7 mio. leben, konnte er das Auto vor Lachen kaum gerade auf der Strasse halten. Eigentlich war es gar kein Taxi, sondern ein Privatfahrer mit einer Transportlizenz, die er stolz um den Hals trug. Der Mann auf dem Foto glich ihm ehrlich gesagt auch nicht besonders, aber er offerierte einen guten Preis und lachte gerne. Sobald wir sagen, dass wir aus der Schweiz kommen, sagen sie: "Rolex number 1". Luxus oder gefaelschte Uhren scheinen auch hier ein Thema zu sein.
Weil wir gestern Abend keinen Anschlussflug mehr hatten, verbrachten wir die Nacht wie viele andere auch in einer Lounge im Flughafen von Bangkok. Auf den Sofas konnte man noch recht gut schlafen, denn sie waren etwa so gross wie ein normales Bett. Das Problem waren die vielen Klimaanlagen, welche die Lounge so stark heruntergekuehlt haben, dass ich fror. Zum Glueck fand ich eine der violetten Decken der Thai Airways. Das Buchen des Fluges war eine ziemliche Odysee, denn in mehreren Reisebueros sagten sie uns, dass alle Fluege fuer die naechsten Tage ausgebucht sind. Wegen des Visas brauchten wir auch einen Rueckflug. Bei Thai Airways, das sind die mit den violetten Decken, wurden schliesslich doch noch fuendig. Der Flug war sogar frueher als geplant, so dass wir fast noch ein bisschen Stress hatten mit Kaufen der Souvenirs. Als kampferprobte Shopper haben wir auch das ueberstanden und das Paket bei der Hauptpost in Ho Chi Minh City abgegeben. Das ganze Paket wurde mit blauem Klebeband umwickelt, so dass man von der Schachtel nichts mehr sah. Als wir uns noch ein bisschen umschauten, sahen wir eine Wasserpuppe (das sind eine Art Marionetten, sehr typisch fuer Vietnam), die uns gut gefiel. Weil sie fuer den Weitertransport zu gross war, begann die ganze Prozedur mit Ausfuellen der Formulare fuer ein Paket von neuem.
Die Hotelzimmer in Indonesien haben nicht den Standard wie in Vietnam (Wenn wir das nach einem Hotel bereits sagen koennen). In Vietnam hatten wir fast ueberall eine Klimaanlage, einen Fernseher mit Satellitenkanaelen, die Hotels waren ziemlich neu und in einem recht guten baulichen Zustand. Unser jetziges Zimmer hat nur einen Ventilator, kein eigenes Bad und zum Nebenzimmer oben an der Decke mehrere Loecher. Da sie in einem Nachbarzimmer rauchen, haben wir die Loecher mit einem Plastiksack und Klebeband abgeklebt. Vielleicht liegt der Grund fuer die Wahl des Hotels auch darin, dass der Reisefuehrer drei Jahre alt ist. Im Oktober kommt die Neuauflage auf den Markt...
Als wir uns in einem Reisebuero wegen einem Bus oder Zug nach Yogyakarta erkundigen wollten und wir das Ticket schon fast gekauft hatten, fragte uns der Verkaeufer, ob wir unsere Plaene nicht aendern wollen, er wuerde uns etwas anderes vorschlagen. Bei mir schrillten bereits alle Alarmglocken und ich wollte bereits wieder aufstehen, denn wie oft haben wir diesen Spruch in Vietnam schon gehoert, einzig um uns etwas anderes und teureres verkaufen zu wollen. Widerwillig hoerten wir zu. Am Schluss hatten wir eine Reise fuer die ganze Insel Java zusammen. Als wir meinten, wir wuerden vorlaeufig nur die erste Teilstrecke buchen, bekamen wir die Antwort, dass er keine Zugsfahrkarten verkauft. Wir sollten doch morgen am Bahnhof vorbeischauen. Es gibt auch ehrliche Reiseveranstalter, die einem wirklich helfen wollen und nicht auf den Profit aus sind. Vielen Dank fuer diese Erfahrung, nach Vietnam habe ich nicht mehr daran geglaubt. Wir sind aber nicht mehr in Vietnam und deshalb sollen wir auch nicht alles mit Vietnam vergleichen.
Wir sind in Indonesien.
Patrik
Weil wir gestern Abend keinen Anschlussflug mehr hatten, verbrachten wir die Nacht wie viele andere auch in einer Lounge im Flughafen von Bangkok. Auf den Sofas konnte man noch recht gut schlafen, denn sie waren etwa so gross wie ein normales Bett. Das Problem waren die vielen Klimaanlagen, welche die Lounge so stark heruntergekuehlt haben, dass ich fror. Zum Glueck fand ich eine der violetten Decken der Thai Airways. Das Buchen des Fluges war eine ziemliche Odysee, denn in mehreren Reisebueros sagten sie uns, dass alle Fluege fuer die naechsten Tage ausgebucht sind. Wegen des Visas brauchten wir auch einen Rueckflug. Bei Thai Airways, das sind die mit den violetten Decken, wurden schliesslich doch noch fuendig. Der Flug war sogar frueher als geplant, so dass wir fast noch ein bisschen Stress hatten mit Kaufen der Souvenirs. Als kampferprobte Shopper haben wir auch das ueberstanden und das Paket bei der Hauptpost in Ho Chi Minh City abgegeben. Das ganze Paket wurde mit blauem Klebeband umwickelt, so dass man von der Schachtel nichts mehr sah. Als wir uns noch ein bisschen umschauten, sahen wir eine Wasserpuppe (das sind eine Art Marionetten, sehr typisch fuer Vietnam), die uns gut gefiel. Weil sie fuer den Weitertransport zu gross war, begann die ganze Prozedur mit Ausfuellen der Formulare fuer ein Paket von neuem.
Die Hotelzimmer in Indonesien haben nicht den Standard wie in Vietnam (Wenn wir das nach einem Hotel bereits sagen koennen). In Vietnam hatten wir fast ueberall eine Klimaanlage, einen Fernseher mit Satellitenkanaelen, die Hotels waren ziemlich neu und in einem recht guten baulichen Zustand. Unser jetziges Zimmer hat nur einen Ventilator, kein eigenes Bad und zum Nebenzimmer oben an der Decke mehrere Loecher. Da sie in einem Nachbarzimmer rauchen, haben wir die Loecher mit einem Plastiksack und Klebeband abgeklebt. Vielleicht liegt der Grund fuer die Wahl des Hotels auch darin, dass der Reisefuehrer drei Jahre alt ist. Im Oktober kommt die Neuauflage auf den Markt...
Als wir uns in einem Reisebuero wegen einem Bus oder Zug nach Yogyakarta erkundigen wollten und wir das Ticket schon fast gekauft hatten, fragte uns der Verkaeufer, ob wir unsere Plaene nicht aendern wollen, er wuerde uns etwas anderes vorschlagen. Bei mir schrillten bereits alle Alarmglocken und ich wollte bereits wieder aufstehen, denn wie oft haben wir diesen Spruch in Vietnam schon gehoert, einzig um uns etwas anderes und teureres verkaufen zu wollen. Widerwillig hoerten wir zu. Am Schluss hatten wir eine Reise fuer die ganze Insel Java zusammen. Als wir meinten, wir wuerden vorlaeufig nur die erste Teilstrecke buchen, bekamen wir die Antwort, dass er keine Zugsfahrkarten verkauft. Wir sollten doch morgen am Bahnhof vorbeischauen. Es gibt auch ehrliche Reiseveranstalter, die einem wirklich helfen wollen und nicht auf den Profit aus sind. Vielen Dank fuer diese Erfahrung, nach Vietnam habe ich nicht mehr daran geglaubt. Wir sind aber nicht mehr in Vietnam und deshalb sollen wir auch nicht alles mit Vietnam vergleichen.
Wir sind in Indonesien.
Patrik
Montag, 13. August 2007
Schulanfang
Heute ist Montag und fuer viele Kinder beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Auch fuer uns, denn wir sind immer noch in Vietnam (aber nicht mehr lange) und die Schule beginnt ohne uns. Unseren Arbeitskollegen (auch Lehrkraefte arbeiten) wuenschen wir einen erfolgreichen Start ins neue Schuljahr. Wir denken zwischendurch an euch. Am 1. August begann unser Urlaub, vorher waren wir "nur" in den Ferien. Unsere naechsten Ferien haben wir erst im naechsten Sommer. Wir halten wir das nur aus, ein ganzes Jahr ohne Ferien? Wir werden es schon ueberleben.
Heute haben wir den naechsten Schritt in die Wege geleitet. Am Mittwoch fliegen wir ueber Bangkok nach Jakarta/Indonesien. Es war ziemlich anstrengend, einen Flug zu bekommen, gestern waren wir den ganzen Tag unterwegs. Bei Thai Airways wurden wir dann fuendig.
Ausfuehrlichere Berichte werden noch folgen. Im Moment sind wir ein bisschen im Stress, Morgen ist Shopping angesagt, wir wollen ein paar Weihnachtsgeschenke kaufen und sie dann noch nach Hause schicken. Denkt daran, Weihnachten steht bald vor der Tuer, beginnt dieses Jahr fruehzeitig! Wenn ihr dann kurz vor Ladenschluss verzweifelt nach dem passenden Geschenk sucht, sagt dann nicht, wir haetten es euch nicht frueh genug gesagt.
Patrik
Heute haben wir den naechsten Schritt in die Wege geleitet. Am Mittwoch fliegen wir ueber Bangkok nach Jakarta/Indonesien. Es war ziemlich anstrengend, einen Flug zu bekommen, gestern waren wir den ganzen Tag unterwegs. Bei Thai Airways wurden wir dann fuendig.
Ausfuehrlichere Berichte werden noch folgen. Im Moment sind wir ein bisschen im Stress, Morgen ist Shopping angesagt, wir wollen ein paar Weihnachtsgeschenke kaufen und sie dann noch nach Hause schicken. Denkt daran, Weihnachten steht bald vor der Tuer, beginnt dieses Jahr fruehzeitig! Wenn ihr dann kurz vor Ladenschluss verzweifelt nach dem passenden Geschenk sucht, sagt dann nicht, wir haetten es euch nicht frueh genug gesagt.
Patrik
Sonntag, 5. August 2007
Respekt
Respekt vor Gegenstaenden scheint den Vietnamesen fremd zu sein. Heute waren wir auf unserer Tour in Da Lat im ehemaligen Sommerpalast des Kaisers Bao Dai. Hier erholte er sich im Sommer von den tropischen Temperaturen im Flachland. Die Zimmer sind immer noch mit den Moebeln aus kaiserlicher Zeit eingerichtet. Wenn man den Palast betritt, zieht man sich Ueberschuhe aus Stoff an, um den Boden zu schonen. So weit, so gut. Dies hindert die Vietnamesen jedoch nicht, diese Ueberschuhe spaeter wieder auszuziehen, denn auf den Fotos sehen diese nicht vorteilhaft aus. Fuer diese Fotos setzen sie sich ungeniert in die ausgestellten Sessel oder legen sich auf die kaiserlichen Betten. Ausser uns scheint sich niemand an den Schildern zu stoeren, die darauf hinweisen, dass man sich hier nicht setzen darf. Der ganze Palast macht auch einen entsprechend heruntergekommenen Eindruck. Erwaehnenswert ist auch die vertrocknete Kakerlake, die wir in einem der Badezimmer sahen. Die Badezimmer sind durch ein Fliegengitter abgetrennt.
Grundsaetzlich kann gesagt werden, dass die Vietnamesen Gegenstaenden, seien es Strassn, Haeuser, Maschinen,etc. relativ wenig Sorge tragen. Etwas, das wir schon in mehreren Entwicklungslaender beobachtet haben. Sobald die Sachen stehen und funktionieren, werden sie benutzt und erst wenn sie nicht mehr funktionieren, wird das Allernoetigste repariert.
Patrik
Grundsaetzlich kann gesagt werden, dass die Vietnamesen Gegenstaenden, seien es Strassn, Haeuser, Maschinen,etc. relativ wenig Sorge tragen. Etwas, das wir schon in mehreren Entwicklungslaender beobachtet haben. Sobald die Sachen stehen und funktionieren, werden sie benutzt und erst wenn sie nicht mehr funktionieren, wird das Allernoetigste repariert.
Patrik
Wetter - Beginn der Regenzeit
Nach dem wir vor ein paar Tagen noch die Beach in Hoi An genossen haben und mindestens 5 Lemonjuce mit "lots of ice" getrunken haben, hat die Regenzeit begonnen.
Nah Trag, eine Stadt direkt an der Kueste und bekannt fuer den schoensten Stadtstrand von ganz Vietnam (uebrigens 6 km lang!) praesentierte sich uns im Nieselregen. Ans Baden war nicht zu denken. Auch Tauchen, Boattrips etc... waren ob des Wetters nur wenig einladend. Jeweils am Nachmittag besserte sich das Wetter, sodass wir zu Fuss oder wie nun ueblich mit Velos die Stadt und die naehere Umgebung erkundeten. Ueber die Standt "wacht" eine riesige, weisse Buddhastatue. Von hier aus genossen wir den herrlichen Ausblick ueber die Stadt und den Strand.
Auf Grund des Wetters waehlten wie unsere weitere Reiseroute ueber das zentrale Hochland von Vietnam. Diese Gegend ist sehr fruchtbar. So wachsen hier alle erdenklichen Fruechte (unter anderem Erdbeeren, wenn auch ziemlich gruen), Trauben (siehe weiter unten), Gemuese, Blumen (v.a Orchideen und Rosen). Die riesigen Felder werden von unzaehligen, fleissigen und geschickten Haenden noch in Handarbeit bestellt. Wobei die Art und Weise des Anbau meinen laesst, als haette es eine Maschine gemacht. Alles ist in absoluter Perfektion. Rund 80 Prozent der Produkte ist fuer den Export bestimmt (Japan, Taiwan). Die restlichen 20 Prozent gelangen auf den einheimischen Markt.
Da Lat, den Provinzhauptort erreichten wir nach einer 6 stuendigen Busfahrt. Die Strasse war zum Schluss aeusserst kurvenreich und schmal. Auch hier praesentierte sich uns das Wetter kuehl, windig und regnerisch. Unterwegs sahen wir auch mehrere vom Regen weggespuehlte Bruecken, sodass der Bus ueber eine Notbruecke ausweichen musste. Da wir aber, im Gegensatz zu den vietnamesischen Touristen auf gutes Schuhwerk, Regenjacke und Schirm zurueckgreifen koennen, kommen wir mit diesen widrigen Bedingungen gut klar. Mittlerweile sind wir sogar froh, hier im Hochland zu sein. Die lokale Bevoelkerung teilte uns naemlich mit, dass in den kommenden Tagen Taifune der zentralen Kueste von Sueden nach Norden entlang ziehen werden. (Nachdem wir dies gehoert haben, sind wir extrem froh, die Reiseroute vom Norden/Hanoi nach Sueden/HCM City =Saigon gewaehlt zu haben).
Gestern haben wir auch die lokale Spezialitaet, den Da Lat Wein probiert. Die Farbe des Rotweins ist nicht sehr intensiv. Vom Geschmack her hat er wenig Saeure und ist eher trocken. Auf dem Markt, welcher sich in einer riesigen ueberdachten Halle befindet, werden alle lokalen Produkte angepriesen. Wobei wir uns durch das Sortiment der angebotenen, Doerrfruechte degustiert haben. Die getrockenten Fruechte (Erdbeeren, Himbeere, Aprikosen, Kirschen, Pflaumen, Suesskartoffeln, Tomaten, Tamarinde,...) werden aber immer noch in Zucker eingelegt oder mit einer anderen Art "Marinade" behandelt. So ist der Geschmack fuer unsere europaeischen Geschmacksnerven gewoehnungsbeduerftig. Beispielsweise schmeckten die Mandarinen etwas nach Pfeffer,... Wie ueberall in Vietnam gibt es auch hier in Da Lat unzaehlige Strassenkuechen, bei welchen man sich verpflegen kann. Hier werden neben den ueblichen Reisgerichen, gebratene und fritierte Suesskartoffen (=sehr lecker!) auch verschiedenste Arten von gekocheten Schnecken angeboten. Zum Probieren konnten wir uns nicht ueberwinden!
Bettina
Nah Trag, eine Stadt direkt an der Kueste und bekannt fuer den schoensten Stadtstrand von ganz Vietnam (uebrigens 6 km lang!) praesentierte sich uns im Nieselregen. Ans Baden war nicht zu denken. Auch Tauchen, Boattrips etc... waren ob des Wetters nur wenig einladend. Jeweils am Nachmittag besserte sich das Wetter, sodass wir zu Fuss oder wie nun ueblich mit Velos die Stadt und die naehere Umgebung erkundeten. Ueber die Standt "wacht" eine riesige, weisse Buddhastatue. Von hier aus genossen wir den herrlichen Ausblick ueber die Stadt und den Strand.
Auf Grund des Wetters waehlten wie unsere weitere Reiseroute ueber das zentrale Hochland von Vietnam. Diese Gegend ist sehr fruchtbar. So wachsen hier alle erdenklichen Fruechte (unter anderem Erdbeeren, wenn auch ziemlich gruen), Trauben (siehe weiter unten), Gemuese, Blumen (v.a Orchideen und Rosen). Die riesigen Felder werden von unzaehligen, fleissigen und geschickten Haenden noch in Handarbeit bestellt. Wobei die Art und Weise des Anbau meinen laesst, als haette es eine Maschine gemacht. Alles ist in absoluter Perfektion. Rund 80 Prozent der Produkte ist fuer den Export bestimmt (Japan, Taiwan). Die restlichen 20 Prozent gelangen auf den einheimischen Markt.
Da Lat, den Provinzhauptort erreichten wir nach einer 6 stuendigen Busfahrt. Die Strasse war zum Schluss aeusserst kurvenreich und schmal. Auch hier praesentierte sich uns das Wetter kuehl, windig und regnerisch. Unterwegs sahen wir auch mehrere vom Regen weggespuehlte Bruecken, sodass der Bus ueber eine Notbruecke ausweichen musste. Da wir aber, im Gegensatz zu den vietnamesischen Touristen auf gutes Schuhwerk, Regenjacke und Schirm zurueckgreifen koennen, kommen wir mit diesen widrigen Bedingungen gut klar. Mittlerweile sind wir sogar froh, hier im Hochland zu sein. Die lokale Bevoelkerung teilte uns naemlich mit, dass in den kommenden Tagen Taifune der zentralen Kueste von Sueden nach Norden entlang ziehen werden. (Nachdem wir dies gehoert haben, sind wir extrem froh, die Reiseroute vom Norden/Hanoi nach Sueden/HCM City =Saigon gewaehlt zu haben).
Gestern haben wir auch die lokale Spezialitaet, den Da Lat Wein probiert. Die Farbe des Rotweins ist nicht sehr intensiv. Vom Geschmack her hat er wenig Saeure und ist eher trocken. Auf dem Markt, welcher sich in einer riesigen ueberdachten Halle befindet, werden alle lokalen Produkte angepriesen. Wobei wir uns durch das Sortiment der angebotenen, Doerrfruechte degustiert haben. Die getrockenten Fruechte (Erdbeeren, Himbeere, Aprikosen, Kirschen, Pflaumen, Suesskartoffeln, Tomaten, Tamarinde,...) werden aber immer noch in Zucker eingelegt oder mit einer anderen Art "Marinade" behandelt. So ist der Geschmack fuer unsere europaeischen Geschmacksnerven gewoehnungsbeduerftig. Beispielsweise schmeckten die Mandarinen etwas nach Pfeffer,... Wie ueberall in Vietnam gibt es auch hier in Da Lat unzaehlige Strassenkuechen, bei welchen man sich verpflegen kann. Hier werden neben den ueblichen Reisgerichen, gebratene und fritierte Suesskartoffen (=sehr lecker!) auch verschiedenste Arten von gekocheten Schnecken angeboten. Zum Probieren konnten wir uns nicht ueberwinden!
Bettina
Mittwoch, 1. August 2007
Shoppen in Vietnam
Wer hat nicht schon einmal auf einem Kleidungsstueck von H&M, auf einem Rucksack von North Face, Trekkingzubehoer von LOWA,... Made in Vietnam gelesen. Aktuell sind wir in Hoi An, einer recht kleinen Stadt an der Zentalkueste von Vietnam. Man koennte es auch als eine "Hochburg der Schneiderei" bezeichnen. Unzaehlige kleine Shops bieten ihre Dienste fuer ausgesprochen wenig Geld an. Innerhalb von 24 Std. kann man sich vom Wintermantel uebers Abendkleid aus Seide bis hin zur Badehose alles scheidern lassen, was das Herz so begehrt. Die Qualitaet der Ausfuehrung ist unterschiedlich, generell sind die geschneiderten Kleider fuer Frauen etwas besser als fuer Maenner. Ich denke, das haengt einerseits damit zusammen, dass mehr Frauenkleider in Auftrag gegeben werden, aber auch, dass Frauen besser mitteilen koennen, wie das fertige Produkt auszusehen hat und was nach der ersten Anprobe wo und wie geaendert werden muss. Natuerlich haben wir uns auch ein paar Sachen anfertigen lassen. So habe ich mir einen gefuetterten Wintermantel aus Wollstoff fuer umgerechnet ca. 45 CHF schneidern lassen, welcher wirklich perfekt sitzt. Nebst des Stoffes konnte ich sogar die Farbe der Tascheneinfassung aus einer grossen Musterkollektion auswahlen. Von der ersten Anprobe bei rund 35 Grad im Schatten muss ich wohl nichts erzaehlen- schwitz , schwitz!!!
Wer nun denkt, ich reise nun im Wintermantel weiter, der taeuscht sich. Es gibt gluecklicherweise hier in Hoi An ein grosses Post Office! Das erste Paket (11.7 kg) ist per Schiff unterwegs nach Europa und kommt hoffentlich in vier Monaten an.
Bettina
Wer nun denkt, ich reise nun im Wintermantel weiter, der taeuscht sich. Es gibt gluecklicherweise hier in Hoi An ein grosses Post Office! Das erste Paket (11.7 kg) ist per Schiff unterwegs nach Europa und kommt hoffentlich in vier Monaten an.
Bettina
Kopfrechnen
Kopfrechnen scheint in Vietnam nicht zu den elementaren Fertigkeiten zu gehoeren. Ein kleines Beispiel. Ein von den staendigen Wechseln von Klimaanlagen gekuehlten Raeumen und tropischer Hitze auf der Strasse erkaelteter Reisender, nennen wir ihn Patrik, moechte Taschentuecher kaufen. In einem dieser Kleinstlaeden entdeckt er eine Packung Taschentuecher der Marke Tango, gleiches Design wie die bei uns gelaeufigen Tempo. Ein junger Verkaeufer,nennen wir ihn Trun, kommt herbeigeeilt und fragt nach seinen Wuenschen. Ah, Tango, two thousend. Die Gelegenheit scheint guenstig, also fragt der Tourist, was denn die ganze Packung kostet. Trun saust nach hinten,zu seinem Onkel Han, um nachzufragen. Stolz kommt er zurueck und meldet: Thirty thousend. Da runzelt unser erkaelteter Reisende kurz die Stirn und entschliesst sich, zwei einzelne Paeckchen zu kaufen, denn die ganze Packung hat nur zehn Paeckchen!
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