Diesen Satz haben wir in den letzten gut zwei Wochen schon mehrmals gehoert. Nicht von den wenigen anderen Touristen, sondern von den Bewohnern von Java, als wir ihnen sagten, dass wir vier Wochen auf Java bleiben wollen. Die Indonesier sind sehr freundlich und sprechen uns immer wieder an. Dabei fragen sie natuerlich die ueblichen Fragen (Woher wir kommen, wie wir heissen, ob wir verheiratet sind usw.) und fragen uns nach unseren weiteren Plaenen und wo wir bisher schon waren. Manchmal versuchten wir zu erklaeren, dass wir im naechsten Fruehjahr vier Wochen nach Bali reisen, manchmal liessen wir dies bleiben. Irgendwie unverstaendlich und auch schade, sie sollten doch stolz sein, dass wir vier Wochen auf Java verbringen wollen. Wahrscheinlich meinen sie, dass alle nur wegen Bali nach Indonesien reisen. Dies trifft wohl auch auf viele zu.
Trotzdem bleiben wir dabei, wir werden nur Java bereisen. Uns gefaellt es hier und gerne machen wir ein bisschen Werbung fuer diese Insel, die wegen dem Tsunami unter einem Einbruch des Tourismus litt/leidet. Erst langsam kommen die Touristen zurueck. Dabei bieten sich gerade unsere Sommerferien fuer eine Reise in Java an, weil dann am wenigsten Regen faellt. Die Temperaturen sind das ganze Jahr ueber ziemlich gleich, da es nah am Aequator liegt. Es ist heiss, aber nicht schwuel. Das Land bietet vieles: freundliche Menschen, tolle Bauwerke (Borobudur gehoert fuer viele zu den Weltwundern, daneben Prambanan und weiter Palaeste und Tempel), viele Vulkane, die "erwandert" werden koennen, schoene Badestraende, herrliche Reisterrassen, Basare/Maerkte. Wer will kann es sehr urspruenglich haben, z.B. Reisen im oeffentlichen Bus, aber auch die luxurioese Variante im klimatisierten Privatauto ist moeglich.
Indonesien ist das groesste muslimische Land der Welt und wir hatten deswegen auch unsere Bedenken, diese waren jedoch unbegruendet. Zwar hat es verschleierte Frauen, mit Burka haben wir erst eine gesehen. In den Staedten hat es viele Frauen, die unverschleiert sind. Einer erklaerte uns einmal, dass die Bewohner von Java in ihrem Herzen ein bisschen Hindus sind und es deshalb keine Kaemfe zwischen den Religionen gibt. Die Indonesier sind tolerante Menschen, auch was die Religion betrifft. Im Staatswappen werden die fuenf Grundprinzipien Indonesiens dargestellt. Eines ist ein Stern und der bedeutet Glaube an einen Gott, ganz gleich ob christlicher oder islamischer Gott, ob Buddha oder Shiva. Ein Nachteil hat der Islam: Wenn das Hotel in der Naehe einer Moschee steht, dann wird man am Morgen ziemlich frueh (halb fuenf) durch den Muezin geweckt. Also vor dem Einchecken immer zuerst fragen, wo die naechste Moschee steht. Daneben ist das Bier oft das Teuerste auf der Speisekarte, wenn es ueberhaupt Alkohol gibt. Doch die vielen verschiedenen feinen frischen Fruchtsaefte "troesten" darueber hinweg.
Obwohl wir zugeben muessen, dass wir rein zeitmaessig ohne weiteres eine Woche Bali einplanen koennten. Doch wir schaetzen es, einmal ein bisschen mehr Zeit zu haben, das Tagesprogramm locker zu gestalten. Auch muessen wir nicht jeden Palast, jedes Kloster oder jeden Tempel ansehen, sondern wir konzentrieren uns auf einzelne Sehenswuerdigkeiten. So bleiben wir drei, vier statt zwei Tage an einem Ort und haben so jeweils ein Stammlokal (das kulinarische Angebot ist nicht so gross wie an anderen Orten). In Solo haben wir dank des Reisefuehrers ein Restaurant "entdeckt", das frisches Brot anbietet. Welch ein Genuss nach dem vielen laschen Toastbrot oder suessem Gebaeck. Immer wieder stossen wir auf solche Leckereien. In Pangandaran hatten wir echte Aelplermaccharonen, denn das Lokal wird von einer Schweizerin gefuehrt. In Dieng stand Swiss Rosti auf dem Menue. Logisch, dass wir das bestellten. Es waren Pommes Frites mit Tomaten und einem Ei, welche Enttaeuschung, obwohl das Essen gut schmeckte. Wir haben noch nie so viele Eier gegessen wie auf Java. Zum Fruehstueck hat man oft die Wahl zwischen Toast mit Butter und Marmelade oder Toast mit Omelett, hartgekochtem Ei oder Ruehrei. Da die Marmelade nicht besonders gut schmeckt, waehlten wir meist das mit Ei. Auch zum Nasi Goreng wird oft ein Ei serviert. Wegen dem Cholesterin verzichten wir manchmal auf das Ei.
Patrik
Samstag, 1. September 2007
Freitag, 31. August 2007
Busfahren auf Java, Teil 2
In den letzten Tagen waren wir ausschliesslich auf eigene Faust mit oeffetlichen Bussen der Economy-Klasse unterwegs. Economy heisst konkret soviel, das die Busse fahrbare Untersaetze sind. Dafuer hat man bleibende und unvergessliche Erinnerungen.
Da es praktisch keine Touristen hat, welche mit diesen Bussen reisen, faellt einem die Orientierung an den Busbahnhoefen nicht leicht. Wenn wir aber den Zielort nannten, fanden sich oft ein halbes Dutzend Helfer, welche uns zum richtigen Bus begleiteten. Die Busse sind wie gesagt ohne jeglichen Komfort. So sind die Tueren, sofern es welche hat, waehrend der ganzen Reise geoeffnet ebenso die Fenster. Beispielsweise fuhren wir gestern mit einem Bus, bei welchem ziemlich sicher der Tank fuers Kuehlwasser im Motor defekt war. So stand ein Kanister mit Wasser neben dem Armaturenbrett und ueber eine Stueck Gartenschlauch wurde das Wasser durch den Fahrzeugboden in den Motor geleitet. Als wir dann einen kleineren Pass ueberquerten, sprudelte das kochende Wasser im Kanister ueber.
Wenn man einen Sitzplatz bekommt, gehoert man zu den Gluecklichen. Nebst dem Fahrer sind immer noch 2 Mitfahrer im Bus, bei welchen man die Fahrt bezahlt. Sie melden dem Fahrer mittels klopfen einer Muenze an das Wagendach mit, wann er zu stoppen hat und helfen noetigenfalls beim Ein- und Aussteigen. In den Doerfern rufen sie lautstark das Ziel der Reise aus und versuchen so, weitere Gaeste in den Bus zu bekommen. Denn in einem vollen Bus hat es immer noch Platz fuer weitere. Auch haben sie immer auch ein Auge auf den Verkehr, ermahnen entgegenkommende Fahrzeuge zu verlangsamen, wenn der Bus auf der Ueberholspur ist, schaetzen ein, ob genuend Platz zum Ueberholen ist. Auch sind diese Mitfahrer wahre Organisationstalente, wenn es ums Sitzplatz zuweisen geht oder ums Verstauen des Gepaecks. Oft sind die Stauraeume des Busses ueberfuellt und so muss alles Gepaeck im Inneren des Busses verstaut werden. So kommt es dann, dass ich waehrend rund 2 Stunden mit meinem Rucksack auf den Knien zwischen zwei Stuhlreihen festgekeilt war. Generell sind die Sitze in den Busssen nichts fuer europaeische Beine gedacht. Wie man sich auch hinsetzt, man hat keine Beinfreiheit, sondern bleibt eingekeit. Auch die Rueckenlehne ist viel kuerzer und so kann man nicht schlafen, ausser man lehnt sich an den Nachbar.
Waehrend ich es in der Schweiz bevorzugt habe, moeglichst weit vorne in einem Bus zu setzen, sitze ich hier lieber weiter hinten, um vom "kamikazeartigen" Fahrstil nicht allzuviel mitzubekommen. Oft sind die Ueberholmanoever derart riskant, dass einem fuer einen Moment das Blut in den Adern stoppt. Meist hat der Fahrer auch nur eine Hand am Steuer, mit der anderen haelt er die Zigarette. Dennnoch haben wir hier noch keinen Unfall auf den Strassen gesehen. Trotz der rowdyartigen Fahrweise sind die Strassenteilnehmer toleanter. Die Fahrweise mit oft uebersetzter Geschwindigkeit haengt damit zusammen, dass hier Zeit wirklich Geld ist. Denn die oeffentlichen Buslinien werden streckenweise von unterschiedlichen, privaten Unternehmern betrieben. Je schneller ein Fahrer die Rueck- oder Weiterfahrt antreten kann, umso mehr kann er verdienen.
In den Busbahnhoefen groesserer Ortschaften herrscht immer viel Betrieb. Hier steigen dann auch immer fliegende Haendler in den Bus, welche ihre Produkte fuer ein paar Rupien verkaufen wollen. Nebst Esswaren und Getraenken werden auch Kugelschreibern, CD mit Gebeten ... angeboten. Diverse Musikanten versuchen ihr Glueck, die Bewertung der Gesangskuenste erfolgt sogleich und zwar in der Anzahl der erhaltenen Muenzen. Einige Musikanten waren so mies, dass sie kaum das Fahrgeld herausbekamen. Ein Duo bestehend aus Djembist (selbstgebastelte Djembe aus zwei Plastikabflussrohren) und Gitarrist bot eine erfolgreiche Darbietung und wurde sogar mit Noten (1000 Rupia sind etwa 13 Rp.) belohnt. Das Skurillste war bisher ein Massage- und Kratzloeffel. Dieses Ding hatte einen stabilen Kunststoffgriff und vorne war ein etwa zweifraenklergrosses Metallstueck angebracht. Als Ergotherapeutin bin ich normalerweise mit Hilfsmitteln vertraut, doch nach dem Betrachten dieses Dings schaute ich die Frau neben mir fragend an, sie erwiderte meinen fragenden Blick und schien auch keine Ahnung zu haben. Die Verkaufstaktik ist jeweils so, dass die Produkte erklaert oder demonstriert werden, dann werden sie an alle Fahrgaeste verteilt. Danach werden sie wieder eingesammelt oder gekauft.
Bettina
Montag, 27. August 2007
Westjava Teil 2
Bei unserer Tour waren drei hollaendische Paerchen dabei. Der groesste Teil der Touristen in Java sind Flachlaender. Dies trotz der hollaendischen Vergangenheit als Kolonialmacht. Deshalb sprechen viele Fuehrer hollaendisch. Einer unserer Fuehrer auf dieser Tour sprach auch deutsch. Deshalb sind wir mit ihm mitgegangen, als er uns am Bahnhof in Bogor angesprochen hat und haben uns zu dieser Tour ueberreden lassen. Was wir jedoch gar nicht bereuen. Die beiden Hollaender in unserem Bus, Stan und Lettie, leiden immer wieder unter Durchfall und Magenkraempfen. Bis jetzt wurden wir von solchen Unannehmlichkeiten verschont. Liegt vielleicht auch daran, dass wir Vegetarier sind, denn das Fleisch wird nicht immer unter hygienischen Bedingungen gelagert. Stan ist ein sogenannter Gado-gado, sein Vater ist Indonesier und seine Mutter aus den Niederlanden. Gado-gado heisst so viel wie halb-halb. Jeder Indonesier sieht sofort, wenn einer Gado-gado ist. Wegen seiner hellen Haut, wurde ihm einmal mitgeteilt. Geknickt meinte er, dass er in Holland eine dunkle Haut habe. Stan ist 1.85 m gross, seine Eltern hingegen seien nur 1.65 und 1.68 m gross.
Ein Reisefuehrer meinte einmal zu mir, ich sei bald so dunkel wie ein Indonesier. Darauf sagte ich ihm, dass ich dafuer zu gross bin. (Wie die Vietnamsen sind die Indonesier ziemlich klein, im Gegensatz zu den Vietnamesen hat es recht viele staemmige Indonesier.) Er fand das jedoch nicht so witzig. Der Humor der Indonesier zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie ueber ihre eigenen Witze aus vollem Herzen lachen koennen, auch wenn sonst niemand anders lacht.
Heute hat uns ein Reisefuehrer/Fahrer verarscht. Wir wollen von Yogyakarta (ich schreibe die Namen extra auf, damit ihr unserer Reise besser folgen koennt) nach Wonosobo bzw. nach Dieng (diese Ortschaften findet ihr wahrscheinlich nicht). Die Reiseagenturen bieten nur Tagestouren auf das Dieng Plateau an, das heisst am gleichen Tag wieder zurueck. Dazu haben wir schlicht und einfach keine Lust, eine Fahrt am gleichen Tag genuegt. Dem Reisefuehrer, mit dem wir heute in Borobudur und Prambanan (Zwei sehr sehenswerte buddhistische bzw. hinduistische Tempelanlagen. Damit wir den Sonnenaufgang in Borobudur erleben konnten, sind wir um Viertel vor Fuenf abgefahren, wir waren die Ersten! Mussten dann aber zehn Minuten vor dem geschlossen Tor warten) waren, sagte uns, dass er das fuer uns organisieren koenne, ein Freund von ihm biete das an. Er sagte, dass wir um fuenf Uhr in dessen Buero sein sollen und zeigte uns den Weg dorthin. Als wir dann dort aufkreuzten, wussten sie nichts davon und sagten, wir muessen den doppelten Preis zahlen, wenn wir in Dieng uebernachten wollen. Dies kommt fuer uns nicht in Frage, deshalb fahren wir morgen mit dem oeffentlichen Bus. Wird sicher auch interessant in einem solchen Bus. Der andere Kerl hat uns einfach einen Mist erzaehlt. Er kann froh sein, wenn er uns nicht mehr ueber den Weg laeuft.
Patrik
Ein Reisefuehrer meinte einmal zu mir, ich sei bald so dunkel wie ein Indonesier. Darauf sagte ich ihm, dass ich dafuer zu gross bin. (Wie die Vietnamsen sind die Indonesier ziemlich klein, im Gegensatz zu den Vietnamesen hat es recht viele staemmige Indonesier.) Er fand das jedoch nicht so witzig. Der Humor der Indonesier zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie ueber ihre eigenen Witze aus vollem Herzen lachen koennen, auch wenn sonst niemand anders lacht.
Heute hat uns ein Reisefuehrer/Fahrer verarscht. Wir wollen von Yogyakarta (ich schreibe die Namen extra auf, damit ihr unserer Reise besser folgen koennt) nach Wonosobo bzw. nach Dieng (diese Ortschaften findet ihr wahrscheinlich nicht). Die Reiseagenturen bieten nur Tagestouren auf das Dieng Plateau an, das heisst am gleichen Tag wieder zurueck. Dazu haben wir schlicht und einfach keine Lust, eine Fahrt am gleichen Tag genuegt. Dem Reisefuehrer, mit dem wir heute in Borobudur und Prambanan (Zwei sehr sehenswerte buddhistische bzw. hinduistische Tempelanlagen. Damit wir den Sonnenaufgang in Borobudur erleben konnten, sind wir um Viertel vor Fuenf abgefahren, wir waren die Ersten! Mussten dann aber zehn Minuten vor dem geschlossen Tor warten) waren, sagte uns, dass er das fuer uns organisieren koenne, ein Freund von ihm biete das an. Er sagte, dass wir um fuenf Uhr in dessen Buero sein sollen und zeigte uns den Weg dorthin. Als wir dann dort aufkreuzten, wussten sie nichts davon und sagten, wir muessen den doppelten Preis zahlen, wenn wir in Dieng uebernachten wollen. Dies kommt fuer uns nicht in Frage, deshalb fahren wir morgen mit dem oeffentlichen Bus. Wird sicher auch interessant in einem solchen Bus. Der andere Kerl hat uns einfach einen Mist erzaehlt. Er kann froh sein, wenn er uns nicht mehr ueber den Weg laeuft.
Patrik
Busfahren auf Java
Soweit ich mit in meinem Leben erinnern kann, bin ich noch nie so viel Bus gefahren wie in diesen knapp zwei Wochen hier auf Java. Nebst den ueblichen Bussen (in der Schweiz wuerde man Postauto sagen) gibt es hier ueberwiegend Minibusse. Diese haben etwa die Groesse einens VW-Busses und sind fuer 6 - 8 Personen gedacht.
Hier auf Indonesien herrscht Linksverkehr. Der Komfort der Busse ist unterschiedlich. Vom Van, mit europaeischem Standart und Klimaanlage, bis zur sogenannten "Klapperkiste", bei welchem die Metallfederung der Sitze schon nach wenigen Minuten Fahrt deutlich spuerbar ist und man bald nicht mehr weiss, wie man sich setzen soll, weil es so unbequem ist, dessen Lackerung mit dem Pinsel schon x-fach uebergemalt wurde und der Motor mittels Aneinanderhalten der Zuendungskabel gestartet werden muss, haben wir bisher die ganze Palette erlebt! S0lange ein Fahrzeug irgendwie fahrtuechtig ist, darf es auf den oeffentlichen Strassen fahren. Gestern haben wir beispielsweise ein Auto gesehen, wessen Carosserie vollstaendig mit breitem, feuerrotem Klebeband (nur die Farbe erinnterte entfernt an einen Ferrari) ueberzogen war.
Die Ueberlandstrassen sind schmale, geteerete Baender, welche sie durch die Landschaft und die Doerfer schlaengeln. In den Dorfern gibt es unzaehlige Schwellen (Geschwindigkeitsbrecher), welche eine fast vollstandiges Anhalten verlangen. Dafuer lassen die Fahrer dann nachher die Motoren aufheulen, wenn sie bis zur naechsten Schwelle Vollgas geben!
Da bei den meisten Minibussen die Klimaanlage nicht funktioniert, sind die Fenster geoeffnet. Wir sind jeweils froh, nicht allzu lange hinter einem stinkigen Lastwagen fahren zu muessen. Dennoch sind wir nach einem halben Tag meisten schwarz vom Russ und den Abgasen.
Waehrend einer laengeren Fahrt wird dann fuer das Mittagessen irgendwo in einem Restaurant angehalten. Diese Stopps sind dann auch eine Gelegendheit, die steifen Beine zu vertreten und sich ueber die Sitzposition fuer die kommenden ... Stunden Gedanken zu machen! Meist gibt es ein Buffet mit typischen indonesischen Speisen. Die Gerichte werden im Verlauf des Morgens gekocht, gebraten oder frittiert und man schoepft sich nach belieben auf den Teller. Fuer uns war es zu Beginn ungewohnt, dass sie dann zum Essen kalt sind. Eines dieser typischen Gerichte ist Gado Gado, eine Art Gemuesesalat an einer Erndussbuttersauce. Das Nationalgericht hier ist aber Nasi Goreng. Es ist gebratener (=goreng) Reis (=nasi) mit unterschiedlichen Variationen, beispielsweise mit Ayam (Huhn), Ikan (Fisch), Deging (Rind) und fuer uns auch mit Gemuese. Wir haben schon unzahelige Male Nasi gegessen, doch jedesmal schmeckte es anders und ist je nach dem unterschiedlich scharf.
Bettina
Hier auf Indonesien herrscht Linksverkehr. Der Komfort der Busse ist unterschiedlich. Vom Van, mit europaeischem Standart und Klimaanlage, bis zur sogenannten "Klapperkiste", bei welchem die Metallfederung der Sitze schon nach wenigen Minuten Fahrt deutlich spuerbar ist und man bald nicht mehr weiss, wie man sich setzen soll, weil es so unbequem ist, dessen Lackerung mit dem Pinsel schon x-fach uebergemalt wurde und der Motor mittels Aneinanderhalten der Zuendungskabel gestartet werden muss, haben wir bisher die ganze Palette erlebt! S0lange ein Fahrzeug irgendwie fahrtuechtig ist, darf es auf den oeffentlichen Strassen fahren. Gestern haben wir beispielsweise ein Auto gesehen, wessen Carosserie vollstaendig mit breitem, feuerrotem Klebeband (nur die Farbe erinnterte entfernt an einen Ferrari) ueberzogen war.
Die Ueberlandstrassen sind schmale, geteerete Baender, welche sie durch die Landschaft und die Doerfer schlaengeln. In den Dorfern gibt es unzaehlige Schwellen (Geschwindigkeitsbrecher), welche eine fast vollstandiges Anhalten verlangen. Dafuer lassen die Fahrer dann nachher die Motoren aufheulen, wenn sie bis zur naechsten Schwelle Vollgas geben!
Da bei den meisten Minibussen die Klimaanlage nicht funktioniert, sind die Fenster geoeffnet. Wir sind jeweils froh, nicht allzu lange hinter einem stinkigen Lastwagen fahren zu muessen. Dennoch sind wir nach einem halben Tag meisten schwarz vom Russ und den Abgasen.
Waehrend einer laengeren Fahrt wird dann fuer das Mittagessen irgendwo in einem Restaurant angehalten. Diese Stopps sind dann auch eine Gelegendheit, die steifen Beine zu vertreten und sich ueber die Sitzposition fuer die kommenden ... Stunden Gedanken zu machen! Meist gibt es ein Buffet mit typischen indonesischen Speisen. Die Gerichte werden im Verlauf des Morgens gekocht, gebraten oder frittiert und man schoepft sich nach belieben auf den Teller. Fuer uns war es zu Beginn ungewohnt, dass sie dann zum Essen kalt sind. Eines dieser typischen Gerichte ist Gado Gado, eine Art Gemuesesalat an einer Erndussbuttersauce. Das Nationalgericht hier ist aber Nasi Goreng. Es ist gebratener (=goreng) Reis (=nasi) mit unterschiedlichen Variationen, beispielsweise mit Ayam (Huhn), Ikan (Fisch), Deging (Rind) und fuer uns auch mit Gemuese. Wir haben schon unzahelige Male Nasi gegessen, doch jedesmal schmeckte es anders und ist je nach dem unterschiedlich scharf.
Bettina
Samstag, 25. August 2007
Ho Chi Minh City
Von den letzten Tagen in Vietnam haben wir euch noch nicht informiert. Deshalb ein paar Worte zu Ho Chi Minh City oder Saigon, wie es frueher hiess. Vietnam bereist man entweder von Sueden nach Norden oder ungekehrt, wie wir es machten. Unterwegs begegneten wir vielen, die sagten, wie schlimm HCMC sei, dass sie diese Stadt hassten und dass Hanoi viel schoener sei.
Uns ist es genau umgekehrt ergangen. Nicht dass wir Hanoi hassen wuerden, aber HCMC hat uns deutlich besser gefallen. Die Stadt ist grosszuegiger gebaut, die Strassen sind breiter, die Verkehrsregeln werden ueberall eingehalten. So kann man als Fussgaenger die Strassen ueberqueren, ohne sich in Lebensgefahr begeben zu muessen. An gewissen Strassen hat es sogar "Tourist Security", die einem beim Ueberqueren der Strasse behilflich sind. Wenn sie gerade Zeit haben und nicht mit ihren Kollegen schwatzen.
Touristische Hoehepunkte hat HCMC nicht sehr viele, das Kriegsmuseum ueber den Vietnamkrieg ist das meistbesuchte Gebaeude. Wenn man bedenkt, dass die Hauptpost von HCMC auf Stadtrundfahrten besucht wird und eine Stadtrundfahrt nur gerade sechs Stunden dauert, ist eigentlich schon alles gesagt.
Unser Hotel lag mitten im Travellerviertel, trotzdem sehr ruhig. In diesem Viertel hat es viele ausgezeichnete Restaurants, italienisch, mexikanisch, indisch oder wer noch nicht genug Reis hatte auch vietnamesisch. Ganz in der Naehe ist ein Markt, wo man sich mit allen moeglichen nachgemachten Produkten eindecken kann, Handtaschen, Portemonnaies, Guertel, Uhren, Poloshirts, T-Shirts, Schuhe, ... Wenn man zehn Minuten weitergeht, kommt man zu den Geschaeften, welche die Originalware verkaufen. Wobei man nie sicher ist, ob es wirklich echt ist, denn die Kopien sind gut. Hier findet man auch die Luxushotels und teueren Restaurants, alles innerhalb von wenigen hundert Metern. Einmal tranken wir im Restaurant auf dem Dach des Hotel Rex (*****), ein Bier und einen Kaffee und wir bezahlen mehr als fuer das Abendessen zuvor (48'000 Dong plus 15% Steuern pro Getraenk, 13'000 Dong sind etwa 1 SFr.). Preise wie bei uns, dafuer wurden wir mit einer Livemusik gequaelt, die irgendwelche Songs traellerten, die alle gleich toenten und niemand erkannte. Dafuer war die Aussicht vom fuenften Stock aus toll.
Vielleicht liegen unsere Sympathien fuer HCMC auch darin, dass es nicht mehr so feuchtheiss war wie in Hanoi und wir uns an die Temperaturen ein bisschen gewoehnt hatten. Auch hatten wir mit Maloes aus Holland eine nette und unterhaltsame Begleitung.
Patrik
Uns ist es genau umgekehrt ergangen. Nicht dass wir Hanoi hassen wuerden, aber HCMC hat uns deutlich besser gefallen. Die Stadt ist grosszuegiger gebaut, die Strassen sind breiter, die Verkehrsregeln werden ueberall eingehalten. So kann man als Fussgaenger die Strassen ueberqueren, ohne sich in Lebensgefahr begeben zu muessen. An gewissen Strassen hat es sogar "Tourist Security", die einem beim Ueberqueren der Strasse behilflich sind. Wenn sie gerade Zeit haben und nicht mit ihren Kollegen schwatzen.
Touristische Hoehepunkte hat HCMC nicht sehr viele, das Kriegsmuseum ueber den Vietnamkrieg ist das meistbesuchte Gebaeude. Wenn man bedenkt, dass die Hauptpost von HCMC auf Stadtrundfahrten besucht wird und eine Stadtrundfahrt nur gerade sechs Stunden dauert, ist eigentlich schon alles gesagt.
Unser Hotel lag mitten im Travellerviertel, trotzdem sehr ruhig. In diesem Viertel hat es viele ausgezeichnete Restaurants, italienisch, mexikanisch, indisch oder wer noch nicht genug Reis hatte auch vietnamesisch. Ganz in der Naehe ist ein Markt, wo man sich mit allen moeglichen nachgemachten Produkten eindecken kann, Handtaschen, Portemonnaies, Guertel, Uhren, Poloshirts, T-Shirts, Schuhe, ... Wenn man zehn Minuten weitergeht, kommt man zu den Geschaeften, welche die Originalware verkaufen. Wobei man nie sicher ist, ob es wirklich echt ist, denn die Kopien sind gut. Hier findet man auch die Luxushotels und teueren Restaurants, alles innerhalb von wenigen hundert Metern. Einmal tranken wir im Restaurant auf dem Dach des Hotel Rex (*****), ein Bier und einen Kaffee und wir bezahlen mehr als fuer das Abendessen zuvor (48'000 Dong plus 15% Steuern pro Getraenk, 13'000 Dong sind etwa 1 SFr.). Preise wie bei uns, dafuer wurden wir mit einer Livemusik gequaelt, die irgendwelche Songs traellerten, die alle gleich toenten und niemand erkannte. Dafuer war die Aussicht vom fuenften Stock aus toll.
Vielleicht liegen unsere Sympathien fuer HCMC auch darin, dass es nicht mehr so feuchtheiss war wie in Hanoi und wir uns an die Temperaturen ein bisschen gewoehnt hatten. Auch hatten wir mit Maloes aus Holland eine nette und unterhaltsame Begleitung.
Patrik
Westjava
Indonesien gefaellt uns bisher sehr gut. Die Menschen hier sind offener, freundlicher und herzlicher als in Vietnam. Oft kommt es vor, dass uns spontan zugewunken wird, wir angesprochen und mit Handschlag auf der Strasse gegruesst werden, man sich nach unserer Herkunft erkundigt, ohne die Absicht danach ein Geschaeft mit uns zu machen, nach Geld zu betteln oder nach Suessigkeiten zu fragen. Einmal spazierten wir einer Strasse entlang, wo vor einem Haus ein paar Kinder sassen, um die vier, fuenf Jahre alt. Begeistert winkten sie uns zu. Der Mutigste von ihnen rannte neben uns her und streckte Patrik die flache Hand hin. Er klatschte ab und der Knabe strahlte ueber alle Backen. Als seine Kollegen dies sahen, kamen sie angerannt und wollten auch abklatschen. Sie strahlten, wie nur Kinder in dem Alter strahlen koennen.
Auf einer 3 Tagestour haben wir den westlichen Teil von Java durchquert. Dabei haben wir eine abwechslungsreiche Landschaft genossen. Waehrend einer Nachmittagswanderung haben wir den Dschungel durchquert und dann einen riesigen Wasserfall gesehen, in dessen Pool wir baden konnten (war recht kuehl, brrr...). Zum Glueck haben wir im Anschluss noch eine heisse Quelle besucht, um uns dann wieder aufzuwaermen, wobei die Quelle dann fast zu heiss war.
Einer unserer Guides (=Fuehrer) hat uns dann noch zu sich nach Hause eingeladen und uns seiner Familie vorgestellt. Hier haben wir das erste Mal pisang goreng (=in Teig frittierte Bananen) gegessen. Die fuenfkoepfige Familie lebt in einem 3Zimmerhaus mit Kueche, wobei das "Bad" ausserhalb ist. Dominiert wird die Stube von einem ueberdimensionierten Fernseher und zwei grossen Lautsprechern. DVD-Geraet gehoert zur Standartausruestung in jedem Haushalt. (Indonesien hat schon genug Einwohner! Familienplanung). Das Dorf ist nur ueber einen Fusspfad zu erreichen und liegt in mitten von Reisfeldern.
Leider schliesst der Warnet (Warung = Geschaeft jeglicher Art, Internet) in einer Minuten und wir muessen hier abbrechen. Fortsetzung folgt.
Bettina
Auf einer 3 Tagestour haben wir den westlichen Teil von Java durchquert. Dabei haben wir eine abwechslungsreiche Landschaft genossen. Waehrend einer Nachmittagswanderung haben wir den Dschungel durchquert und dann einen riesigen Wasserfall gesehen, in dessen Pool wir baden konnten (war recht kuehl, brrr...). Zum Glueck haben wir im Anschluss noch eine heisse Quelle besucht, um uns dann wieder aufzuwaermen, wobei die Quelle dann fast zu heiss war.
Einer unserer Guides (=Fuehrer) hat uns dann noch zu sich nach Hause eingeladen und uns seiner Familie vorgestellt. Hier haben wir das erste Mal pisang goreng (=in Teig frittierte Bananen) gegessen. Die fuenfkoepfige Familie lebt in einem 3Zimmerhaus mit Kueche, wobei das "Bad" ausserhalb ist. Dominiert wird die Stube von einem ueberdimensionierten Fernseher und zwei grossen Lautsprechern. DVD-Geraet gehoert zur Standartausruestung in jedem Haushalt. (Indonesien hat schon genug Einwohner! Familienplanung). Das Dorf ist nur ueber einen Fusspfad zu erreichen und liegt in mitten von Reisfeldern.
Leider schliesst der Warnet (Warung = Geschaeft jeglicher Art, Internet) in einer Minuten und wir muessen hier abbrechen. Fortsetzung folgt.
Bettina
Donnerstag, 16. August 2007
Easy Rider in Da Lat - urspruengliche und individuelle Eindruecke aus Vietnam
In Viet Nam wird man als Tourist auf einer Hauptachse von Norden nach Sueden (oder umgekehrt) durchs Land geschleust. Es gibt Moeglichkeiten fuer Abstecher und Ausfluege, wobei diese mit individuellen Reisen nur wenig gemeinsam haben, da unzaehlige Reiseveranstalter eben auch diese "einmalige" Tour auch anbieten. Da wir es uns von unseren vorangeganenen Reisen gewohnt waren, unsere Route selber zu planen und zu organisieren, war das fuer uns eine ganz neue und ungewohnte Erfahrung (!!!). Ein Vorteil war, dass man viele Bekanntschaften schliessen konnte, da man sich sicher irgendwo in einen Bus, in einem Restaurant beim Essen, auf einer Tour,... wieder trifft. So haben wir auch unterhaltsame Stunden mit Gustavo ( aus Equador) und Jipper aus (Grossbritannien) und spaeter mit Maloes ( aus Holland) verbracht...
Auf unserer Reise von Norden nach Sueden durch Viet Nam haben wir in Da Lat, in den zentralen Highlands, Station gemacht. Das Wetter dort war alles andere als einladend, da die Regenzeit begonnen hat und auch mehrere Taifune der Kueste entlang nach Norden zogen, war es extrem regnerisch und auch kuehl.
Am Abend unserer Ankunft wurden wir von zwei jungen Maennern in der Naehe des Cho Da Lat (= Markt) angesprochen. Wie es so ist, kommt man ins Gespraech und wir merkten schnell, dass es ihnen vor allem ums Geschaeft ging. Sie stellten sich als Easy Rider vor. Wir haben vorgaengig von dieser Gruppe Maenner auch im Reisefueher gelesen. Sie bieten Touren auf ihren 125er Motorraedern an und ermoeglichen den Touristen, so einen einmaligen und individuellen Einblick in die Kulur und ins alltaegliche Leben in der Region zu erhalten.
Wir vereinbarten trotz des Wetter eine Tagestour. Am naechsten Morgen wurden wir von den Beiden mit ihren Toeffs beim Hotel abgeholt. Bevor es dann losging, machten wir uns mit Gummistiefeln, Pellerine und Helm noch zusaetzlich wetterfest. Wir verbrachten mit den Beiden einen unvergesslichen Tag, wobei auch das Wetter mitspielte und sich am Nachmittag sogar zum ersten Mal seit Tagen die Sonne zeigte.
Wir besichtigeten eine der unzaheligen Blumenfarmen und eine Kaffeeplantage. Viet Nam ist aktuell die Nummer 1 im Kaffeeexport. Die Blumen aus den Farmen werden vorallem nach Japan und Taiwan geschickt. Bei einem Bauenhof konnte wir die Aufzucht der Seidenraupen betrachten und anschliessend in einer kleinen, lokalen Seidenmanufaktur beobachten wie aus dem Seidenkokon ein Stoff entsteht. Die getrockneten Raupen werden danach als Delikatesse auf dem Markt angeboten, sollen wie Erdnuesse schmecken. Nebst einer Padoge mit einer riesigen, lachenden Buddhastatue, erkletterten wir uns den spektakulaeren Ausblick auf einen imposanten Wasserfall... Im Weiteren haben wir beobachtet, wie ein Fischer einen 5kg schweren Fisch aus dem Fluss zog und dieser dann noch lebend am Strassenrand verkauft wurde...
Bettina
Auf unserer Reise von Norden nach Sueden durch Viet Nam haben wir in Da Lat, in den zentralen Highlands, Station gemacht. Das Wetter dort war alles andere als einladend, da die Regenzeit begonnen hat und auch mehrere Taifune der Kueste entlang nach Norden zogen, war es extrem regnerisch und auch kuehl.
Am Abend unserer Ankunft wurden wir von zwei jungen Maennern in der Naehe des Cho Da Lat (= Markt) angesprochen. Wie es so ist, kommt man ins Gespraech und wir merkten schnell, dass es ihnen vor allem ums Geschaeft ging. Sie stellten sich als Easy Rider vor. Wir haben vorgaengig von dieser Gruppe Maenner auch im Reisefueher gelesen. Sie bieten Touren auf ihren 125er Motorraedern an und ermoeglichen den Touristen, so einen einmaligen und individuellen Einblick in die Kulur und ins alltaegliche Leben in der Region zu erhalten.
Wir vereinbarten trotz des Wetter eine Tagestour. Am naechsten Morgen wurden wir von den Beiden mit ihren Toeffs beim Hotel abgeholt. Bevor es dann losging, machten wir uns mit Gummistiefeln, Pellerine und Helm noch zusaetzlich wetterfest. Wir verbrachten mit den Beiden einen unvergesslichen Tag, wobei auch das Wetter mitspielte und sich am Nachmittag sogar zum ersten Mal seit Tagen die Sonne zeigte.
Wir besichtigeten eine der unzaheligen Blumenfarmen und eine Kaffeeplantage. Viet Nam ist aktuell die Nummer 1 im Kaffeeexport. Die Blumen aus den Farmen werden vorallem nach Japan und Taiwan geschickt. Bei einem Bauenhof konnte wir die Aufzucht der Seidenraupen betrachten und anschliessend in einer kleinen, lokalen Seidenmanufaktur beobachten wie aus dem Seidenkokon ein Stoff entsteht. Die getrockneten Raupen werden danach als Delikatesse auf dem Markt angeboten, sollen wie Erdnuesse schmecken. Nebst einer Padoge mit einer riesigen, lachenden Buddhastatue, erkletterten wir uns den spektakulaeren Ausblick auf einen imposanten Wasserfall... Im Weiteren haben wir beobachtet, wie ein Fischer einen 5kg schweren Fisch aus dem Fluss zog und dieser dann noch lebend am Strassenrand verkauft wurde...
Bettina
Indonesien
Heute sind wir in Indonesien angekommen, gerade rechtzeitig, denn morgen feiern sie ihren Nationalfeiertag. So koennen wir den verpassten 1. August nachholen. Eher mit Militaerparaden wie mit einem Funken. Bin sehr gespannt, wie die Feier vor sich geht. Jakarta ist eine riesige Stadt, laut unserem Taxifahrer leben hier 14 mio. Menschen. Als wir ihm sagten, dass in der ganzen Schweiz nur 7 mio. leben, konnte er das Auto vor Lachen kaum gerade auf der Strasse halten. Eigentlich war es gar kein Taxi, sondern ein Privatfahrer mit einer Transportlizenz, die er stolz um den Hals trug. Der Mann auf dem Foto glich ihm ehrlich gesagt auch nicht besonders, aber er offerierte einen guten Preis und lachte gerne. Sobald wir sagen, dass wir aus der Schweiz kommen, sagen sie: "Rolex number 1". Luxus oder gefaelschte Uhren scheinen auch hier ein Thema zu sein.
Weil wir gestern Abend keinen Anschlussflug mehr hatten, verbrachten wir die Nacht wie viele andere auch in einer Lounge im Flughafen von Bangkok. Auf den Sofas konnte man noch recht gut schlafen, denn sie waren etwa so gross wie ein normales Bett. Das Problem waren die vielen Klimaanlagen, welche die Lounge so stark heruntergekuehlt haben, dass ich fror. Zum Glueck fand ich eine der violetten Decken der Thai Airways. Das Buchen des Fluges war eine ziemliche Odysee, denn in mehreren Reisebueros sagten sie uns, dass alle Fluege fuer die naechsten Tage ausgebucht sind. Wegen des Visas brauchten wir auch einen Rueckflug. Bei Thai Airways, das sind die mit den violetten Decken, wurden schliesslich doch noch fuendig. Der Flug war sogar frueher als geplant, so dass wir fast noch ein bisschen Stress hatten mit Kaufen der Souvenirs. Als kampferprobte Shopper haben wir auch das ueberstanden und das Paket bei der Hauptpost in Ho Chi Minh City abgegeben. Das ganze Paket wurde mit blauem Klebeband umwickelt, so dass man von der Schachtel nichts mehr sah. Als wir uns noch ein bisschen umschauten, sahen wir eine Wasserpuppe (das sind eine Art Marionetten, sehr typisch fuer Vietnam), die uns gut gefiel. Weil sie fuer den Weitertransport zu gross war, begann die ganze Prozedur mit Ausfuellen der Formulare fuer ein Paket von neuem.
Die Hotelzimmer in Indonesien haben nicht den Standard wie in Vietnam (Wenn wir das nach einem Hotel bereits sagen koennen). In Vietnam hatten wir fast ueberall eine Klimaanlage, einen Fernseher mit Satellitenkanaelen, die Hotels waren ziemlich neu und in einem recht guten baulichen Zustand. Unser jetziges Zimmer hat nur einen Ventilator, kein eigenes Bad und zum Nebenzimmer oben an der Decke mehrere Loecher. Da sie in einem Nachbarzimmer rauchen, haben wir die Loecher mit einem Plastiksack und Klebeband abgeklebt. Vielleicht liegt der Grund fuer die Wahl des Hotels auch darin, dass der Reisefuehrer drei Jahre alt ist. Im Oktober kommt die Neuauflage auf den Markt...
Als wir uns in einem Reisebuero wegen einem Bus oder Zug nach Yogyakarta erkundigen wollten und wir das Ticket schon fast gekauft hatten, fragte uns der Verkaeufer, ob wir unsere Plaene nicht aendern wollen, er wuerde uns etwas anderes vorschlagen. Bei mir schrillten bereits alle Alarmglocken und ich wollte bereits wieder aufstehen, denn wie oft haben wir diesen Spruch in Vietnam schon gehoert, einzig um uns etwas anderes und teureres verkaufen zu wollen. Widerwillig hoerten wir zu. Am Schluss hatten wir eine Reise fuer die ganze Insel Java zusammen. Als wir meinten, wir wuerden vorlaeufig nur die erste Teilstrecke buchen, bekamen wir die Antwort, dass er keine Zugsfahrkarten verkauft. Wir sollten doch morgen am Bahnhof vorbeischauen. Es gibt auch ehrliche Reiseveranstalter, die einem wirklich helfen wollen und nicht auf den Profit aus sind. Vielen Dank fuer diese Erfahrung, nach Vietnam habe ich nicht mehr daran geglaubt. Wir sind aber nicht mehr in Vietnam und deshalb sollen wir auch nicht alles mit Vietnam vergleichen.
Wir sind in Indonesien.
Patrik
Weil wir gestern Abend keinen Anschlussflug mehr hatten, verbrachten wir die Nacht wie viele andere auch in einer Lounge im Flughafen von Bangkok. Auf den Sofas konnte man noch recht gut schlafen, denn sie waren etwa so gross wie ein normales Bett. Das Problem waren die vielen Klimaanlagen, welche die Lounge so stark heruntergekuehlt haben, dass ich fror. Zum Glueck fand ich eine der violetten Decken der Thai Airways. Das Buchen des Fluges war eine ziemliche Odysee, denn in mehreren Reisebueros sagten sie uns, dass alle Fluege fuer die naechsten Tage ausgebucht sind. Wegen des Visas brauchten wir auch einen Rueckflug. Bei Thai Airways, das sind die mit den violetten Decken, wurden schliesslich doch noch fuendig. Der Flug war sogar frueher als geplant, so dass wir fast noch ein bisschen Stress hatten mit Kaufen der Souvenirs. Als kampferprobte Shopper haben wir auch das ueberstanden und das Paket bei der Hauptpost in Ho Chi Minh City abgegeben. Das ganze Paket wurde mit blauem Klebeband umwickelt, so dass man von der Schachtel nichts mehr sah. Als wir uns noch ein bisschen umschauten, sahen wir eine Wasserpuppe (das sind eine Art Marionetten, sehr typisch fuer Vietnam), die uns gut gefiel. Weil sie fuer den Weitertransport zu gross war, begann die ganze Prozedur mit Ausfuellen der Formulare fuer ein Paket von neuem.
Die Hotelzimmer in Indonesien haben nicht den Standard wie in Vietnam (Wenn wir das nach einem Hotel bereits sagen koennen). In Vietnam hatten wir fast ueberall eine Klimaanlage, einen Fernseher mit Satellitenkanaelen, die Hotels waren ziemlich neu und in einem recht guten baulichen Zustand. Unser jetziges Zimmer hat nur einen Ventilator, kein eigenes Bad und zum Nebenzimmer oben an der Decke mehrere Loecher. Da sie in einem Nachbarzimmer rauchen, haben wir die Loecher mit einem Plastiksack und Klebeband abgeklebt. Vielleicht liegt der Grund fuer die Wahl des Hotels auch darin, dass der Reisefuehrer drei Jahre alt ist. Im Oktober kommt die Neuauflage auf den Markt...
Als wir uns in einem Reisebuero wegen einem Bus oder Zug nach Yogyakarta erkundigen wollten und wir das Ticket schon fast gekauft hatten, fragte uns der Verkaeufer, ob wir unsere Plaene nicht aendern wollen, er wuerde uns etwas anderes vorschlagen. Bei mir schrillten bereits alle Alarmglocken und ich wollte bereits wieder aufstehen, denn wie oft haben wir diesen Spruch in Vietnam schon gehoert, einzig um uns etwas anderes und teureres verkaufen zu wollen. Widerwillig hoerten wir zu. Am Schluss hatten wir eine Reise fuer die ganze Insel Java zusammen. Als wir meinten, wir wuerden vorlaeufig nur die erste Teilstrecke buchen, bekamen wir die Antwort, dass er keine Zugsfahrkarten verkauft. Wir sollten doch morgen am Bahnhof vorbeischauen. Es gibt auch ehrliche Reiseveranstalter, die einem wirklich helfen wollen und nicht auf den Profit aus sind. Vielen Dank fuer diese Erfahrung, nach Vietnam habe ich nicht mehr daran geglaubt. Wir sind aber nicht mehr in Vietnam und deshalb sollen wir auch nicht alles mit Vietnam vergleichen.
Wir sind in Indonesien.
Patrik
Montag, 13. August 2007
Schulanfang
Heute ist Montag und fuer viele Kinder beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Auch fuer uns, denn wir sind immer noch in Vietnam (aber nicht mehr lange) und die Schule beginnt ohne uns. Unseren Arbeitskollegen (auch Lehrkraefte arbeiten) wuenschen wir einen erfolgreichen Start ins neue Schuljahr. Wir denken zwischendurch an euch. Am 1. August begann unser Urlaub, vorher waren wir "nur" in den Ferien. Unsere naechsten Ferien haben wir erst im naechsten Sommer. Wir halten wir das nur aus, ein ganzes Jahr ohne Ferien? Wir werden es schon ueberleben.
Heute haben wir den naechsten Schritt in die Wege geleitet. Am Mittwoch fliegen wir ueber Bangkok nach Jakarta/Indonesien. Es war ziemlich anstrengend, einen Flug zu bekommen, gestern waren wir den ganzen Tag unterwegs. Bei Thai Airways wurden wir dann fuendig.
Ausfuehrlichere Berichte werden noch folgen. Im Moment sind wir ein bisschen im Stress, Morgen ist Shopping angesagt, wir wollen ein paar Weihnachtsgeschenke kaufen und sie dann noch nach Hause schicken. Denkt daran, Weihnachten steht bald vor der Tuer, beginnt dieses Jahr fruehzeitig! Wenn ihr dann kurz vor Ladenschluss verzweifelt nach dem passenden Geschenk sucht, sagt dann nicht, wir haetten es euch nicht frueh genug gesagt.
Patrik
Heute haben wir den naechsten Schritt in die Wege geleitet. Am Mittwoch fliegen wir ueber Bangkok nach Jakarta/Indonesien. Es war ziemlich anstrengend, einen Flug zu bekommen, gestern waren wir den ganzen Tag unterwegs. Bei Thai Airways wurden wir dann fuendig.
Ausfuehrlichere Berichte werden noch folgen. Im Moment sind wir ein bisschen im Stress, Morgen ist Shopping angesagt, wir wollen ein paar Weihnachtsgeschenke kaufen und sie dann noch nach Hause schicken. Denkt daran, Weihnachten steht bald vor der Tuer, beginnt dieses Jahr fruehzeitig! Wenn ihr dann kurz vor Ladenschluss verzweifelt nach dem passenden Geschenk sucht, sagt dann nicht, wir haetten es euch nicht frueh genug gesagt.
Patrik
Sonntag, 5. August 2007
Respekt
Respekt vor Gegenstaenden scheint den Vietnamesen fremd zu sein. Heute waren wir auf unserer Tour in Da Lat im ehemaligen Sommerpalast des Kaisers Bao Dai. Hier erholte er sich im Sommer von den tropischen Temperaturen im Flachland. Die Zimmer sind immer noch mit den Moebeln aus kaiserlicher Zeit eingerichtet. Wenn man den Palast betritt, zieht man sich Ueberschuhe aus Stoff an, um den Boden zu schonen. So weit, so gut. Dies hindert die Vietnamesen jedoch nicht, diese Ueberschuhe spaeter wieder auszuziehen, denn auf den Fotos sehen diese nicht vorteilhaft aus. Fuer diese Fotos setzen sie sich ungeniert in die ausgestellten Sessel oder legen sich auf die kaiserlichen Betten. Ausser uns scheint sich niemand an den Schildern zu stoeren, die darauf hinweisen, dass man sich hier nicht setzen darf. Der ganze Palast macht auch einen entsprechend heruntergekommenen Eindruck. Erwaehnenswert ist auch die vertrocknete Kakerlake, die wir in einem der Badezimmer sahen. Die Badezimmer sind durch ein Fliegengitter abgetrennt.
Grundsaetzlich kann gesagt werden, dass die Vietnamesen Gegenstaenden, seien es Strassn, Haeuser, Maschinen,etc. relativ wenig Sorge tragen. Etwas, das wir schon in mehreren Entwicklungslaender beobachtet haben. Sobald die Sachen stehen und funktionieren, werden sie benutzt und erst wenn sie nicht mehr funktionieren, wird das Allernoetigste repariert.
Patrik
Grundsaetzlich kann gesagt werden, dass die Vietnamesen Gegenstaenden, seien es Strassn, Haeuser, Maschinen,etc. relativ wenig Sorge tragen. Etwas, das wir schon in mehreren Entwicklungslaender beobachtet haben. Sobald die Sachen stehen und funktionieren, werden sie benutzt und erst wenn sie nicht mehr funktionieren, wird das Allernoetigste repariert.
Patrik
Wetter - Beginn der Regenzeit
Nach dem wir vor ein paar Tagen noch die Beach in Hoi An genossen haben und mindestens 5 Lemonjuce mit "lots of ice" getrunken haben, hat die Regenzeit begonnen.
Nah Trag, eine Stadt direkt an der Kueste und bekannt fuer den schoensten Stadtstrand von ganz Vietnam (uebrigens 6 km lang!) praesentierte sich uns im Nieselregen. Ans Baden war nicht zu denken. Auch Tauchen, Boattrips etc... waren ob des Wetters nur wenig einladend. Jeweils am Nachmittag besserte sich das Wetter, sodass wir zu Fuss oder wie nun ueblich mit Velos die Stadt und die naehere Umgebung erkundeten. Ueber die Standt "wacht" eine riesige, weisse Buddhastatue. Von hier aus genossen wir den herrlichen Ausblick ueber die Stadt und den Strand.
Auf Grund des Wetters waehlten wie unsere weitere Reiseroute ueber das zentrale Hochland von Vietnam. Diese Gegend ist sehr fruchtbar. So wachsen hier alle erdenklichen Fruechte (unter anderem Erdbeeren, wenn auch ziemlich gruen), Trauben (siehe weiter unten), Gemuese, Blumen (v.a Orchideen und Rosen). Die riesigen Felder werden von unzaehligen, fleissigen und geschickten Haenden noch in Handarbeit bestellt. Wobei die Art und Weise des Anbau meinen laesst, als haette es eine Maschine gemacht. Alles ist in absoluter Perfektion. Rund 80 Prozent der Produkte ist fuer den Export bestimmt (Japan, Taiwan). Die restlichen 20 Prozent gelangen auf den einheimischen Markt.
Da Lat, den Provinzhauptort erreichten wir nach einer 6 stuendigen Busfahrt. Die Strasse war zum Schluss aeusserst kurvenreich und schmal. Auch hier praesentierte sich uns das Wetter kuehl, windig und regnerisch. Unterwegs sahen wir auch mehrere vom Regen weggespuehlte Bruecken, sodass der Bus ueber eine Notbruecke ausweichen musste. Da wir aber, im Gegensatz zu den vietnamesischen Touristen auf gutes Schuhwerk, Regenjacke und Schirm zurueckgreifen koennen, kommen wir mit diesen widrigen Bedingungen gut klar. Mittlerweile sind wir sogar froh, hier im Hochland zu sein. Die lokale Bevoelkerung teilte uns naemlich mit, dass in den kommenden Tagen Taifune der zentralen Kueste von Sueden nach Norden entlang ziehen werden. (Nachdem wir dies gehoert haben, sind wir extrem froh, die Reiseroute vom Norden/Hanoi nach Sueden/HCM City =Saigon gewaehlt zu haben).
Gestern haben wir auch die lokale Spezialitaet, den Da Lat Wein probiert. Die Farbe des Rotweins ist nicht sehr intensiv. Vom Geschmack her hat er wenig Saeure und ist eher trocken. Auf dem Markt, welcher sich in einer riesigen ueberdachten Halle befindet, werden alle lokalen Produkte angepriesen. Wobei wir uns durch das Sortiment der angebotenen, Doerrfruechte degustiert haben. Die getrockenten Fruechte (Erdbeeren, Himbeere, Aprikosen, Kirschen, Pflaumen, Suesskartoffeln, Tomaten, Tamarinde,...) werden aber immer noch in Zucker eingelegt oder mit einer anderen Art "Marinade" behandelt. So ist der Geschmack fuer unsere europaeischen Geschmacksnerven gewoehnungsbeduerftig. Beispielsweise schmeckten die Mandarinen etwas nach Pfeffer,... Wie ueberall in Vietnam gibt es auch hier in Da Lat unzaehlige Strassenkuechen, bei welchen man sich verpflegen kann. Hier werden neben den ueblichen Reisgerichen, gebratene und fritierte Suesskartoffen (=sehr lecker!) auch verschiedenste Arten von gekocheten Schnecken angeboten. Zum Probieren konnten wir uns nicht ueberwinden!
Bettina
Nah Trag, eine Stadt direkt an der Kueste und bekannt fuer den schoensten Stadtstrand von ganz Vietnam (uebrigens 6 km lang!) praesentierte sich uns im Nieselregen. Ans Baden war nicht zu denken. Auch Tauchen, Boattrips etc... waren ob des Wetters nur wenig einladend. Jeweils am Nachmittag besserte sich das Wetter, sodass wir zu Fuss oder wie nun ueblich mit Velos die Stadt und die naehere Umgebung erkundeten. Ueber die Standt "wacht" eine riesige, weisse Buddhastatue. Von hier aus genossen wir den herrlichen Ausblick ueber die Stadt und den Strand.
Auf Grund des Wetters waehlten wie unsere weitere Reiseroute ueber das zentrale Hochland von Vietnam. Diese Gegend ist sehr fruchtbar. So wachsen hier alle erdenklichen Fruechte (unter anderem Erdbeeren, wenn auch ziemlich gruen), Trauben (siehe weiter unten), Gemuese, Blumen (v.a Orchideen und Rosen). Die riesigen Felder werden von unzaehligen, fleissigen und geschickten Haenden noch in Handarbeit bestellt. Wobei die Art und Weise des Anbau meinen laesst, als haette es eine Maschine gemacht. Alles ist in absoluter Perfektion. Rund 80 Prozent der Produkte ist fuer den Export bestimmt (Japan, Taiwan). Die restlichen 20 Prozent gelangen auf den einheimischen Markt.
Da Lat, den Provinzhauptort erreichten wir nach einer 6 stuendigen Busfahrt. Die Strasse war zum Schluss aeusserst kurvenreich und schmal. Auch hier praesentierte sich uns das Wetter kuehl, windig und regnerisch. Unterwegs sahen wir auch mehrere vom Regen weggespuehlte Bruecken, sodass der Bus ueber eine Notbruecke ausweichen musste. Da wir aber, im Gegensatz zu den vietnamesischen Touristen auf gutes Schuhwerk, Regenjacke und Schirm zurueckgreifen koennen, kommen wir mit diesen widrigen Bedingungen gut klar. Mittlerweile sind wir sogar froh, hier im Hochland zu sein. Die lokale Bevoelkerung teilte uns naemlich mit, dass in den kommenden Tagen Taifune der zentralen Kueste von Sueden nach Norden entlang ziehen werden. (Nachdem wir dies gehoert haben, sind wir extrem froh, die Reiseroute vom Norden/Hanoi nach Sueden/HCM City =Saigon gewaehlt zu haben).
Gestern haben wir auch die lokale Spezialitaet, den Da Lat Wein probiert. Die Farbe des Rotweins ist nicht sehr intensiv. Vom Geschmack her hat er wenig Saeure und ist eher trocken. Auf dem Markt, welcher sich in einer riesigen ueberdachten Halle befindet, werden alle lokalen Produkte angepriesen. Wobei wir uns durch das Sortiment der angebotenen, Doerrfruechte degustiert haben. Die getrockenten Fruechte (Erdbeeren, Himbeere, Aprikosen, Kirschen, Pflaumen, Suesskartoffeln, Tomaten, Tamarinde,...) werden aber immer noch in Zucker eingelegt oder mit einer anderen Art "Marinade" behandelt. So ist der Geschmack fuer unsere europaeischen Geschmacksnerven gewoehnungsbeduerftig. Beispielsweise schmeckten die Mandarinen etwas nach Pfeffer,... Wie ueberall in Vietnam gibt es auch hier in Da Lat unzaehlige Strassenkuechen, bei welchen man sich verpflegen kann. Hier werden neben den ueblichen Reisgerichen, gebratene und fritierte Suesskartoffen (=sehr lecker!) auch verschiedenste Arten von gekocheten Schnecken angeboten. Zum Probieren konnten wir uns nicht ueberwinden!
Bettina
Mittwoch, 1. August 2007
Shoppen in Vietnam
Wer hat nicht schon einmal auf einem Kleidungsstueck von H&M, auf einem Rucksack von North Face, Trekkingzubehoer von LOWA,... Made in Vietnam gelesen. Aktuell sind wir in Hoi An, einer recht kleinen Stadt an der Zentalkueste von Vietnam. Man koennte es auch als eine "Hochburg der Schneiderei" bezeichnen. Unzaehlige kleine Shops bieten ihre Dienste fuer ausgesprochen wenig Geld an. Innerhalb von 24 Std. kann man sich vom Wintermantel uebers Abendkleid aus Seide bis hin zur Badehose alles scheidern lassen, was das Herz so begehrt. Die Qualitaet der Ausfuehrung ist unterschiedlich, generell sind die geschneiderten Kleider fuer Frauen etwas besser als fuer Maenner. Ich denke, das haengt einerseits damit zusammen, dass mehr Frauenkleider in Auftrag gegeben werden, aber auch, dass Frauen besser mitteilen koennen, wie das fertige Produkt auszusehen hat und was nach der ersten Anprobe wo und wie geaendert werden muss. Natuerlich haben wir uns auch ein paar Sachen anfertigen lassen. So habe ich mir einen gefuetterten Wintermantel aus Wollstoff fuer umgerechnet ca. 45 CHF schneidern lassen, welcher wirklich perfekt sitzt. Nebst des Stoffes konnte ich sogar die Farbe der Tascheneinfassung aus einer grossen Musterkollektion auswahlen. Von der ersten Anprobe bei rund 35 Grad im Schatten muss ich wohl nichts erzaehlen- schwitz , schwitz!!!
Wer nun denkt, ich reise nun im Wintermantel weiter, der taeuscht sich. Es gibt gluecklicherweise hier in Hoi An ein grosses Post Office! Das erste Paket (11.7 kg) ist per Schiff unterwegs nach Europa und kommt hoffentlich in vier Monaten an.
Bettina
Wer nun denkt, ich reise nun im Wintermantel weiter, der taeuscht sich. Es gibt gluecklicherweise hier in Hoi An ein grosses Post Office! Das erste Paket (11.7 kg) ist per Schiff unterwegs nach Europa und kommt hoffentlich in vier Monaten an.
Bettina
Kopfrechnen
Kopfrechnen scheint in Vietnam nicht zu den elementaren Fertigkeiten zu gehoeren. Ein kleines Beispiel. Ein von den staendigen Wechseln von Klimaanlagen gekuehlten Raeumen und tropischer Hitze auf der Strasse erkaelteter Reisender, nennen wir ihn Patrik, moechte Taschentuecher kaufen. In einem dieser Kleinstlaeden entdeckt er eine Packung Taschentuecher der Marke Tango, gleiches Design wie die bei uns gelaeufigen Tempo. Ein junger Verkaeufer,nennen wir ihn Trun, kommt herbeigeeilt und fragt nach seinen Wuenschen. Ah, Tango, two thousend. Die Gelegenheit scheint guenstig, also fragt der Tourist, was denn die ganze Packung kostet. Trun saust nach hinten,zu seinem Onkel Han, um nachzufragen. Stolz kommt er zurueck und meldet: Thirty thousend. Da runzelt unser erkaelteter Reisende kurz die Stirn und entschliesst sich, zwei einzelne Paeckchen zu kaufen, denn die ganze Packung hat nur zehn Paeckchen!
Samstag, 28. Juli 2007
Hue
Waehrend der letzten drei Tage machten wir in Hue, an der Zentralenkueste einen Zwischenstopp. Nach einer 12stuendigen Fahrt von Hanoi im Bus ereichten wir Hue. Da wir einen Sleeperbus (Schlafbus) waehlten, war die Fahrt recht komfortabel. Man muss sich den Bus aehnlich einem Schlafwaen im Zug vorstellen. So liegt man auf Pritschen in Fahrtrichtung des Buses. Die "Betten" sind etwas schmaler als im Zug, wenn man aber nicht allzu breit und kleiner als 1.80 Meter ist, ist das Reisen recht ok.
Hue ist vorallem durch seine Geschichte als ehemalige Kaiserstadt beruehmt. Die Kleinstadt liegt direkt am Parfuemfluss. Der Wind, der am Fluss fast zu jeder Tageszeit leicht weht, war fuer uns eine wohltuende Abwechslung zur gestauten Hitze in den Strassen von Hanoi. Je weiter suedlich wir reisen umso angenehmer wird das Klima fuer uns Europaer. Zwar ist es immer noch hochsommmerlich heiss, aber nicht mehr so schwuel wie noch zuvor in Hanoi. So spueren wir auch wieder langsam Energie in unseren "von der tropischen Hitze erschlafften" Gliedern.
Um uns in der Stadt zu bewegen, mieteten wir Velos. So waren wir extrem mobil, zudem hatten wir auch stets etwas Fahrtwind. Die Fahrraeder haben hier ueblich nur einen Gang, was voellig ausreichend ist. Hier ist eher die Fahrgeschick gefragt, um im Gewuehl aus Rollern, Velos, Fussgaengern, Velorikschas,... den besten Weg fuer die Weiterfahrt zu finden.
Die ehemalige Kaiserstadt und die Gaerten sind teilweise noch recht gut erhalten und koennen bei einem ausgedehnten Spaziergang auf eigene Faust besichtigt werden. Auch hatte man gegen Bezahlung die Moeglichkeit, sich als Kaiser und Kaiserin zu verkleiden und auf dem Thron oder einer Saenfe fuer ein Foto zu possieren. Natuerlich haben wir das nicht gemacht, aber fuer die Vietnamesen ist das natuerlich eine riesige Attraktion, welcher wir gerne beiwohnten. So verkleideten sich jeweils ganze Familien mit Grosseltern, Eltern, Kindern, Grosskindern,... als kaiserliche Familie.
Die Graeber der ehemaligen Kaiser sind in riesigen, prachtvollen Gaerten ausserhalb der Stadt. Mittels einer ganztaegigen Bootstour machten wir einen Ausflug zu drei dieser Graeber.
In einem Restarurant in Hue kamen wir per Zufall mit einem einheimischen Lehrer ins Gespraech. Er berichtete uns dann von seinem Alltag, der sich doch sehr von jenem eines Lehrers in der Schweiz unterscheidet. In den 3monatigen Sommeferien, die aktuell noch sind, arbeitet er als Guide bei seinem Vater im Restaurant. Um so noch etwas dazu zu verdienen, da der Lohn eines Lehrers fuer eine Familie sonst nur knapp ausreicht. Ein Lehrer verdient hier in Vietnam etwas 70 Franken im Monat. Auch arbeitet er nun in den Bergen, was bessser sei. So koenne seinen Frau Gemuese anbauen, Tiere halten fuer den Eigenbedarf. Dies ist natuerlich in der Stadt nicht moeglich.
Bettina
Hue ist vorallem durch seine Geschichte als ehemalige Kaiserstadt beruehmt. Die Kleinstadt liegt direkt am Parfuemfluss. Der Wind, der am Fluss fast zu jeder Tageszeit leicht weht, war fuer uns eine wohltuende Abwechslung zur gestauten Hitze in den Strassen von Hanoi. Je weiter suedlich wir reisen umso angenehmer wird das Klima fuer uns Europaer. Zwar ist es immer noch hochsommmerlich heiss, aber nicht mehr so schwuel wie noch zuvor in Hanoi. So spueren wir auch wieder langsam Energie in unseren "von der tropischen Hitze erschlafften" Gliedern.
Um uns in der Stadt zu bewegen, mieteten wir Velos. So waren wir extrem mobil, zudem hatten wir auch stets etwas Fahrtwind. Die Fahrraeder haben hier ueblich nur einen Gang, was voellig ausreichend ist. Hier ist eher die Fahrgeschick gefragt, um im Gewuehl aus Rollern, Velos, Fussgaengern, Velorikschas,... den besten Weg fuer die Weiterfahrt zu finden.
Die ehemalige Kaiserstadt und die Gaerten sind teilweise noch recht gut erhalten und koennen bei einem ausgedehnten Spaziergang auf eigene Faust besichtigt werden. Auch hatte man gegen Bezahlung die Moeglichkeit, sich als Kaiser und Kaiserin zu verkleiden und auf dem Thron oder einer Saenfe fuer ein Foto zu possieren. Natuerlich haben wir das nicht gemacht, aber fuer die Vietnamesen ist das natuerlich eine riesige Attraktion, welcher wir gerne beiwohnten. So verkleideten sich jeweils ganze Familien mit Grosseltern, Eltern, Kindern, Grosskindern,... als kaiserliche Familie.
Die Graeber der ehemaligen Kaiser sind in riesigen, prachtvollen Gaerten ausserhalb der Stadt. Mittels einer ganztaegigen Bootstour machten wir einen Ausflug zu drei dieser Graeber.
In einem Restarurant in Hue kamen wir per Zufall mit einem einheimischen Lehrer ins Gespraech. Er berichtete uns dann von seinem Alltag, der sich doch sehr von jenem eines Lehrers in der Schweiz unterscheidet. In den 3monatigen Sommeferien, die aktuell noch sind, arbeitet er als Guide bei seinem Vater im Restaurant. Um so noch etwas dazu zu verdienen, da der Lohn eines Lehrers fuer eine Familie sonst nur knapp ausreicht. Ein Lehrer verdient hier in Vietnam etwas 70 Franken im Monat. Auch arbeitet er nun in den Bergen, was bessser sei. So koenne seinen Frau Gemuese anbauen, Tiere halten fuer den Eigenbedarf. Dies ist natuerlich in der Stadt nicht moeglich.
Bettina
Montag, 23. Juli 2007
Hanoi
Nachdem wir uns in Hanoi eingelebt haben, wissen, wo wir gut essen und trinken koennen, wo man das beste Eis Vietnams bekommt und wo mann abends ein kuehles Bier trinken kann, verlassen wir diese laermige Stadt endgueltig. Mit dem Nachtbus fahren wir in etwa zwoelf Stunden nach Hue.
In den letzten Tagen haben wir einige Ausfluege unternommen. Ausfluege, die eigentlich jeder Tourist unternimmt, der nach Hanoi kommt. Mit einem Schiff durch die Ha Long Bucht, Ausfahrt zur Perfume Pagode und dann in die Berge um Sapa. In den Bergen war die Temperatur endlich einmal auch ohne Klimaanlage oder Venti ertraeglich. Gleich nach der Ankunft unternahmen wir ein Trekking durch das Tal und besuchten dabei verschiedene Doerfer, der in dieser Region lebenden ethnischen Minderheiten. Unsere Fuehrerin gehoerte auch so einer Minderheit an. Begleitet wurden wir von unzaehligen fliegenden Haendlerinnen, die Decken, Kleider, Schmuck und sonstiges Krimskrams verkaufen wollten. Bereits die Kleinsten beherrschen den Standardsatz: "You buy from me?" Da alle Trekker den gleichen Weg gehen, versuchen sie ihr Glueck nach ein paar Augenblicken bei jemandem anderem. Das ist der positive Aspekt, der negative ist, dass es einiges mehr an Verkaeuferinnen als an Reisenden hat und man nie lange alleine ist. Unsere Fuehrerin und auch die anderen Guides trugen Gummistiefel und das liess schon mal nichts Gutes verheissen. Bereits nach ein paar Minuten begann es zu nieseln. Davon lassen wir uns doch nicht beeindrucken, dachten wir und gingen froehlich weiter. Gerade wir die Hauptstrasse verliessen, kauften wir uns einen Bambuswanderstock, der uns noch gute Dienste erbringen wird. Der Weg war lehmig und vom gestrigen Regen aufgeweicht. Anfangs versuchten wir, moeglichst vorsichtig zu gehen. Doch dann begann es richtig zu regnen, es schuettete wie aus Kuebeln. Das Ziel war jetzt, nicht umzufallen. Teilweise ging es sehr steile Wege hinunter. Der Schlamm spritzte einem an den Hosen hoch, die Schuhe blieben im Morast fast stecken. Bei diesen Bedingungen hatte man kaum die Moeglichkeit, ein Auge auf die Landschaft zu werfen: terrassierte Reisfelder. Gegen Ende des Trekkings erholte sich das Wetter und der Regen stoppte. Dann versuchten wir, unsere Schuhe in einem Bergbach zu saeubern. Dies gelang auch einigermassen, nach den naechsten zehn Metern im Schlamm sahen sie aber wieder so aus wie vor der Waesche. Uebernachten haben wir bei einer Familie, das Ganze heisst dann Homestay. In unserer Gruppe waren noch ein Australier und ein Neuseelaender, am gleichen Ort uebernachtet haben noch drei Daenen. Viele Australier besuchen Vietnam, aber es hat auch viele Franzosen, der Rest verteilt sich auf die ueblichen Laender.
Unsere Schuhe trockneten ueber Nacht, weil wir sie nahe ans Feuer gestellt haben. Das Nachtessen bestand aus dem typischen vietnameischen Essen. Siehe auch "Kulinarisches aus Vietnam". Noch ein paar Worte zum Happy Water (selbstgebrannter Reiswein). Der Guide der Daenen erhob waehrend dem Nachtessen einen Trinkspruch nach dem anderen. Wobei eigentlich klar war, dass er von den Maennern am wenigsten vertraegt. Denn er ist wie die meisten Vietnamesen kaum groesser als 1,60 m und wog nach eigenen Angaben 56 kg. Bereits nach einigen Toasts (das sind Trinksprueche) begann er mit schwerer Zunge zu reden. Das Englisch der Vietnamesen ist auch sonst oft nur schwer verstaendlich, denn viele lernen nur reden und koennen weder lesen noch schreiben. Zum Abschluss tranken wir alle noch ein Tiger Beer (erfreulicherweise gibt es nur Halbliterflaschen). Am naechsten Morgen stand er mit einem schweren Kopf auf, waehrend es dem Rest eigentlich ganz gut ging.
Am naechsten Tag war es trocken und wir machten uns auf den Weg zurueck nach Sapa. Die Dusche im Hotel war eine Erloesung, denn es war ja klar, dass es beim Trekking keine Moeglichkeit zum Duschen gab und die Nacht davor kamen wir mit dem Nachtzug, also drei Tagen ohne Duschen in tropischer Hitze hinterlassen ihre geschmacklichen Spuren. Aber alle riechen mehr oder weniger gleich, also who cares? Ausser Gustavo aus Ecuador, aber das ist eine ganz andere Geschichte und die dauert ziemlich lange.
Weil sich Bettina im Nachtzug "wahnsinnig mega" erkaeltet hat, besuchten wir zwei verschiedene Apotheken, da wir unsere Medikamente in Hanoi liessen (wir mussten unser Gepaeck selber tragen auf dem Treck). In der ersten Apotheke hustete sie der Verkaeuferin etwas vor und diese verstand das Husten nicht richtig, gab ihr nur Lutschtabletten. Der zweite Besuch war deutlich erfolgreicher. Die Apothekerin war gerade am Stillen ihres Babys, aber konnte uns besser beraten. Nach kurzem Vorhusten bekamen wir fuer gut zehn Franken Antibiotika, Hustenmittel und Kopfschmerztabletten jeweils fuer fuenf Tage. Gleich hinter dem Medikamentengestell beginnt der Wohnbereich. Dies ist ueblich in Vietnam, sei es ein Laden, eine Werkstatt oder ein Restaurant, Geschaeftsteil und Wohnbereich sind zusammen. Auch schon haben wir schlafende Personen in einem Laden gesehen. Am Abend wird der Roller ebenfalls in den Laden gestellt oder das Auto. In Hanoi hat es neben 4 mio Einwohnern 1.8 mio Roller und alle scheinen gleichzeitig unterwegs und am Hupen zu sein.
Also es wird Zeit, Hanoi zu verlassen.
Patrik
In den letzten Tagen haben wir einige Ausfluege unternommen. Ausfluege, die eigentlich jeder Tourist unternimmt, der nach Hanoi kommt. Mit einem Schiff durch die Ha Long Bucht, Ausfahrt zur Perfume Pagode und dann in die Berge um Sapa. In den Bergen war die Temperatur endlich einmal auch ohne Klimaanlage oder Venti ertraeglich. Gleich nach der Ankunft unternahmen wir ein Trekking durch das Tal und besuchten dabei verschiedene Doerfer, der in dieser Region lebenden ethnischen Minderheiten. Unsere Fuehrerin gehoerte auch so einer Minderheit an. Begleitet wurden wir von unzaehligen fliegenden Haendlerinnen, die Decken, Kleider, Schmuck und sonstiges Krimskrams verkaufen wollten. Bereits die Kleinsten beherrschen den Standardsatz: "You buy from me?" Da alle Trekker den gleichen Weg gehen, versuchen sie ihr Glueck nach ein paar Augenblicken bei jemandem anderem. Das ist der positive Aspekt, der negative ist, dass es einiges mehr an Verkaeuferinnen als an Reisenden hat und man nie lange alleine ist. Unsere Fuehrerin und auch die anderen Guides trugen Gummistiefel und das liess schon mal nichts Gutes verheissen. Bereits nach ein paar Minuten begann es zu nieseln. Davon lassen wir uns doch nicht beeindrucken, dachten wir und gingen froehlich weiter. Gerade wir die Hauptstrasse verliessen, kauften wir uns einen Bambuswanderstock, der uns noch gute Dienste erbringen wird. Der Weg war lehmig und vom gestrigen Regen aufgeweicht. Anfangs versuchten wir, moeglichst vorsichtig zu gehen. Doch dann begann es richtig zu regnen, es schuettete wie aus Kuebeln. Das Ziel war jetzt, nicht umzufallen. Teilweise ging es sehr steile Wege hinunter. Der Schlamm spritzte einem an den Hosen hoch, die Schuhe blieben im Morast fast stecken. Bei diesen Bedingungen hatte man kaum die Moeglichkeit, ein Auge auf die Landschaft zu werfen: terrassierte Reisfelder. Gegen Ende des Trekkings erholte sich das Wetter und der Regen stoppte. Dann versuchten wir, unsere Schuhe in einem Bergbach zu saeubern. Dies gelang auch einigermassen, nach den naechsten zehn Metern im Schlamm sahen sie aber wieder so aus wie vor der Waesche. Uebernachten haben wir bei einer Familie, das Ganze heisst dann Homestay. In unserer Gruppe waren noch ein Australier und ein Neuseelaender, am gleichen Ort uebernachtet haben noch drei Daenen. Viele Australier besuchen Vietnam, aber es hat auch viele Franzosen, der Rest verteilt sich auf die ueblichen Laender.
Unsere Schuhe trockneten ueber Nacht, weil wir sie nahe ans Feuer gestellt haben. Das Nachtessen bestand aus dem typischen vietnameischen Essen. Siehe auch "Kulinarisches aus Vietnam". Noch ein paar Worte zum Happy Water (selbstgebrannter Reiswein). Der Guide der Daenen erhob waehrend dem Nachtessen einen Trinkspruch nach dem anderen. Wobei eigentlich klar war, dass er von den Maennern am wenigsten vertraegt. Denn er ist wie die meisten Vietnamesen kaum groesser als 1,60 m und wog nach eigenen Angaben 56 kg. Bereits nach einigen Toasts (das sind Trinksprueche) begann er mit schwerer Zunge zu reden. Das Englisch der Vietnamesen ist auch sonst oft nur schwer verstaendlich, denn viele lernen nur reden und koennen weder lesen noch schreiben. Zum Abschluss tranken wir alle noch ein Tiger Beer (erfreulicherweise gibt es nur Halbliterflaschen). Am naechsten Morgen stand er mit einem schweren Kopf auf, waehrend es dem Rest eigentlich ganz gut ging.
Am naechsten Tag war es trocken und wir machten uns auf den Weg zurueck nach Sapa. Die Dusche im Hotel war eine Erloesung, denn es war ja klar, dass es beim Trekking keine Moeglichkeit zum Duschen gab und die Nacht davor kamen wir mit dem Nachtzug, also drei Tagen ohne Duschen in tropischer Hitze hinterlassen ihre geschmacklichen Spuren. Aber alle riechen mehr oder weniger gleich, also who cares? Ausser Gustavo aus Ecuador, aber das ist eine ganz andere Geschichte und die dauert ziemlich lange.
Weil sich Bettina im Nachtzug "wahnsinnig mega" erkaeltet hat, besuchten wir zwei verschiedene Apotheken, da wir unsere Medikamente in Hanoi liessen (wir mussten unser Gepaeck selber tragen auf dem Treck). In der ersten Apotheke hustete sie der Verkaeuferin etwas vor und diese verstand das Husten nicht richtig, gab ihr nur Lutschtabletten. Der zweite Besuch war deutlich erfolgreicher. Die Apothekerin war gerade am Stillen ihres Babys, aber konnte uns besser beraten. Nach kurzem Vorhusten bekamen wir fuer gut zehn Franken Antibiotika, Hustenmittel und Kopfschmerztabletten jeweils fuer fuenf Tage. Gleich hinter dem Medikamentengestell beginnt der Wohnbereich. Dies ist ueblich in Vietnam, sei es ein Laden, eine Werkstatt oder ein Restaurant, Geschaeftsteil und Wohnbereich sind zusammen. Auch schon haben wir schlafende Personen in einem Laden gesehen. Am Abend wird der Roller ebenfalls in den Laden gestellt oder das Auto. In Hanoi hat es neben 4 mio Einwohnern 1.8 mio Roller und alle scheinen gleichzeitig unterwegs und am Hupen zu sein.
Also es wird Zeit, Hanoi zu verlassen.
Patrik
Kulinarisches aus Vietnam
Das vientnamesiche Essen schmeckt uns ausgezeichnet. Es ist im Vergleich zur indischen Kueche weniger/nicht scharf. Ein Menue besteht immer aus verschiedenen Teilen. Dazu gehoert in erster Linie Reis, welcher aber komischer Weise immer am Schluss, nach allen Beilagen serviert wird. Da das Wetter aber immer noch so warm ist, kuehlen die Speisen ja nicht ab! Daneben werden unterschiedlichen Arten von Gemuesen, wie "Spinat", Kohl- und Kuerbisgemuese,... und auch Fruehlingsrollen und Fleisch (meist Huhn, Schwein, Kuh) serviert.
Grundsaetzlich sind wir froh Vegetarier zu sein. Anstelle des Fleisches wird uns meist Tofu serviert. Zudem gibt es auch verschiedenste Arten von Nudelsuppen, welche oft auch fleischlos sind. In den groesseren Staeten und an touristischen Orten ist zudem auch westliches Essen wie Pommes frites und Pizza erhaeltlich.
Speziell fuer uns ist, dass uns als Vegetarier immer auch frisch geroestete Erdnuesse, welche meist noch warm sind, als Beilage zum Essen serviert werden. Warum die Vietnamesen dies tun, haben wir bis jetzt noch nicht herausgefunden.
Grundsaetzlich legen die Menschen hier grossen Wert auf die Frische der Produkte. Dies ist sicher auch auf die klimatischen Verhaeltnisse und die nur beschraenkten Kuehlmoeglichkeiten zurueckzufuehren. So kommt es vor, dass nach der Bestellung noch ein Angestellter kurz auf der Strasse das benoetigte Produkt einkauft. Dies gilt auch fuer das Fleisch. So werden die Tiere (Huehner, Schweine, Fische, aber auch Kuehe) meist lebend auf den Markt gebracht. Hierzu dient das Hauptverkehrsmittel Vietnams, der Roller/Vespa. Die Leute bringen es tatsaechlich fertig ein ausgewachsenes, lebendes Schwein auf den Roller zu laden und dann noch durch Verkehrsgewuehl von Hanois Strassen zu fahren!
Waehrend unseres SaPa Trekkings haben wir zum ersten Mal den lokalen Reiswein (die Vietnamesen nennen es "Happy Water" (=gluekliches Wasser) probiert. Ueber den Geschmack laesst sich diskutieren. Sicher ist, dass er bei zunehmender Menge immer besser schmeckt!!!Grundsaezlich riecht er wie Essig, hinterlaesst aber im Mund und Rachen keinen eigentlichen Geschmack.
Die Vietnamesen kennen auch noch den Snake-Wein (= Schlangenwein) den sie aber nicht den Touristen offerieren oder verkaufen. Flaschen davon haben wir aber in verschiedensten Laeden entdeckt. Wobei die Schlange in der Flasche ist und dann der Alkohol zugegossen wird. (Als SchweizeIn kann man sich das so vorstellen wie beim Williamsschnaps, bei dem die Birne auch in der Flasche ist). Uns wurde erklaert, dass dieser Snake Wein nur fuer Leute ab 40ig ist. Dann soll er gut fuer den Ruecken sein...
En guete Bettina
Grundsaetzlich sind wir froh Vegetarier zu sein. Anstelle des Fleisches wird uns meist Tofu serviert. Zudem gibt es auch verschiedenste Arten von Nudelsuppen, welche oft auch fleischlos sind. In den groesseren Staeten und an touristischen Orten ist zudem auch westliches Essen wie Pommes frites und Pizza erhaeltlich.
Speziell fuer uns ist, dass uns als Vegetarier immer auch frisch geroestete Erdnuesse, welche meist noch warm sind, als Beilage zum Essen serviert werden. Warum die Vietnamesen dies tun, haben wir bis jetzt noch nicht herausgefunden.
Grundsaetzlich legen die Menschen hier grossen Wert auf die Frische der Produkte. Dies ist sicher auch auf die klimatischen Verhaeltnisse und die nur beschraenkten Kuehlmoeglichkeiten zurueckzufuehren. So kommt es vor, dass nach der Bestellung noch ein Angestellter kurz auf der Strasse das benoetigte Produkt einkauft. Dies gilt auch fuer das Fleisch. So werden die Tiere (Huehner, Schweine, Fische, aber auch Kuehe) meist lebend auf den Markt gebracht. Hierzu dient das Hauptverkehrsmittel Vietnams, der Roller/Vespa. Die Leute bringen es tatsaechlich fertig ein ausgewachsenes, lebendes Schwein auf den Roller zu laden und dann noch durch Verkehrsgewuehl von Hanois Strassen zu fahren!
Waehrend unseres SaPa Trekkings haben wir zum ersten Mal den lokalen Reiswein (die Vietnamesen nennen es "Happy Water" (=gluekliches Wasser) probiert. Ueber den Geschmack laesst sich diskutieren. Sicher ist, dass er bei zunehmender Menge immer besser schmeckt!!!Grundsaezlich riecht er wie Essig, hinterlaesst aber im Mund und Rachen keinen eigentlichen Geschmack.
Die Vietnamesen kennen auch noch den Snake-Wein (= Schlangenwein) den sie aber nicht den Touristen offerieren oder verkaufen. Flaschen davon haben wir aber in verschiedensten Laeden entdeckt. Wobei die Schlange in der Flasche ist und dann der Alkohol zugegossen wird. (Als SchweizeIn kann man sich das so vorstellen wie beim Williamsschnaps, bei dem die Birne auch in der Flasche ist). Uns wurde erklaert, dass dieser Snake Wein nur fuer Leute ab 40ig ist. Dann soll er gut fuer den Ruecken sein...
En guete Bettina
Dienstag, 17. Juli 2007
Regen
Unseren ersten unerwarteten Regenschauer haben wir auch schon hinter uns. Nach dem Besuch des Ho Chi Minh-Mausoleums fuhren wir, bzw. liessen wir uns mit einer Fahrradrikscha ins Stadtzentrum fahren, als es aufs mal zu regnen anfing, genauer gesagt zu schuetten wie aus Kuebeln. Der Fahrer schob das Dach ueber uns, so dass wir noch weniger Platz hatten. Normalerweise sitzt nur eine westliche Person in einer Rikscha, die schmalen Vietnamesen haben ohne weiteres zu dritt Platz. Nur wenn wir uns beide schraeg hinsetzen, ist es fuer uns moeglich. Als es immer schlimmer wurde, sagten wir dem Fahrer, er soll anhalten und uns herauslassen. Zum Glueck waren wir an der gesuchten Strasse und wir konnten zu Fuss unter den Vordaechern weitergehen. Der Regen war warm, kuehlte die Luft ein wenig ab. Nach einer halben Stunde war der Spuk wieder vorbei und keine halbe Stunde spaeter war alles bereits wieder trocken.
Die hohe Luftfeutigkeit macht uns immer noch zu schaffen, auch wenn wir uns ein bisschen daran gewoehnt haben. Dennoch sind wir immer froh, wenn wir in einen AC-Raum kommen.
Patrik (und Bettina)
Die hohe Luftfeutigkeit macht uns immer noch zu schaffen, auch wenn wir uns ein bisschen daran gewoehnt haben. Dennoch sind wir immer froh, wenn wir in einen AC-Raum kommen.
Patrik (und Bettina)
Freitag, 13. Juli 2007
Ergaenzungen
Der Kommunismus ist in Vietnam noch sehr praesent. Am Flughafen hatte fast jeder Ankommende einen eigenen Beamten, der den Pass kontrollierte. Ganz im Gegensatz zu Bangkok, wo wir ziemlich lange anstanden. Die Uniformen der Vietnamesen sind olivgruen mit roten Batten und sie tragen die typisch kommunistischen ueberdimensionierten Huete. Die wirken bei den schmaechtigen Vietnamesen besonders witzig. Auch sonst sieht man in Hanoi immer wieder Hammer und Sichel oder den gelben Stern.
Auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt war der Weg gesaeumt von unzaehligen ueberdimensionierten Werbetafeln, so etwa 8 - 10 m2 gross. Das Aufstellen der Tafeln kostet wohl so viel, wie manche in einem Jahr verdienen.
Wer bei der vietnamesischen Variante "Wer wird Millionaer" gewinnt, muss sich nichts einbilden. Denn beim Geldwechseln wurden wir unverhofft Millionaer. Bereits fuer 100 Fr. bekommt man eine ueber eine Million Dong, genau gesagt 1.31 mio. Die kleinste Note ist der 1000er. Auf jeden Fall traegt man eine Unmenge an Geldscheinen mit sich herum. Man fuehlt sich wie bei Monopoly, man kann mit den Hunderttausendern nur so um sich werfen.
Auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt war der Weg gesaeumt von unzaehligen ueberdimensionierten Werbetafeln, so etwa 8 - 10 m2 gross. Das Aufstellen der Tafeln kostet wohl so viel, wie manche in einem Jahr verdienen.
Wer bei der vietnamesischen Variante "Wer wird Millionaer" gewinnt, muss sich nichts einbilden. Denn beim Geldwechseln wurden wir unverhofft Millionaer. Bereits fuer 100 Fr. bekommt man eine ueber eine Million Dong, genau gesagt 1.31 mio. Die kleinste Note ist der 1000er. Auf jeden Fall traegt man eine Unmenge an Geldscheinen mit sich herum. Man fuehlt sich wie bei Monopoly, man kann mit den Hunderttausendern nur so um sich werfen.
Donnerstag, 12. Juli 2007
Ankunft
Dank freiem Internetzugang in unserem Hotel schreibe ich bereits schon wieder. Nach einer ziemlich anstrengenden Flugreise kamen wir am Donnerstag Nachmittag in Hanoi an und wir wurden tatsaechlich erwartet. Mehr oder weniger kommentarlos fuhr uns der Fahrer zum Hotel. Die Vietnamesen reden, so scheint es uns, nicht besonders gerne mit Fremden. Untereinander reden sie sehr viel.
Hanoi ist eine hektische Stadt, eigentlich kein guter Start, denn wir moechten uns zuerst einmal erholen. Dazu kommt eine Feuchtigkeit, die einem den Schweiss nur so aus den Poren treibt. Bereits nach wenigen Sekunden ist man in Schweiss gebadet. Aber auch die Vietnamesen leiden, wer kann, liegt nur herum, keiner macht einen Schritt zu viel. Wir hoffen auf Besserung oder dass wir uns ans Wetter gewoehnen. Es ist uebrigens ziemlich muehsam, auf einer Tastatur zu schreiben, die keine Sonderzeichen kennt und y und z vertauscht hat. Also wenn ihr einen Fehler entdeckt, nicht gleich jubeln, sondern einfach weiterlesen. In Hanoi fahren alle Roller, fast niemand ist mit dem Fahrrad unterwegs. Helmtragen kennen sie nicht, dafuer tragen viele einen Mundschutz. Fussgaengerstreifen kennen sie, aber gehalten wird natuerlich nicht. Da sie aber nicht so schnell fahren, ist es recht gut moeglich, die Strasse zu ueberqueren, man muss einfach den richtigen Moment abwarten und ohne Angst zu zeigen ueber die Strasse gehen. Im Moment findet die Asienmeisterschaft in der Region statt. Gerade spielt Vietnam gegen Katar in Hanoi. In jedem Laden oder Restaurant, an dem wir vorbeigingen, lief natuerlich das Spiel.
Fuer Sonntag haben wir unsere erste Tour gebucht, drei Tage in der Ha Long Bucht. Auch haben wir uns mit den ersten Reisenden unterhalten, zuerst ein Paar aus Australien und dann ein frisch verheiratetes Paar aus Belgien (Vielleicht lest ihr das irgendwann: Es war nett, euch zu treffen). Wir sind schon voll im Reisen drin, endlich geht es richtig los.
Patrik
Hanoi ist eine hektische Stadt, eigentlich kein guter Start, denn wir moechten uns zuerst einmal erholen. Dazu kommt eine Feuchtigkeit, die einem den Schweiss nur so aus den Poren treibt. Bereits nach wenigen Sekunden ist man in Schweiss gebadet. Aber auch die Vietnamesen leiden, wer kann, liegt nur herum, keiner macht einen Schritt zu viel. Wir hoffen auf Besserung oder dass wir uns ans Wetter gewoehnen. Es ist uebrigens ziemlich muehsam, auf einer Tastatur zu schreiben, die keine Sonderzeichen kennt und y und z vertauscht hat. Also wenn ihr einen Fehler entdeckt, nicht gleich jubeln, sondern einfach weiterlesen. In Hanoi fahren alle Roller, fast niemand ist mit dem Fahrrad unterwegs. Helmtragen kennen sie nicht, dafuer tragen viele einen Mundschutz. Fussgaengerstreifen kennen sie, aber gehalten wird natuerlich nicht. Da sie aber nicht so schnell fahren, ist es recht gut moeglich, die Strasse zu ueberqueren, man muss einfach den richtigen Moment abwarten und ohne Angst zu zeigen ueber die Strasse gehen. Im Moment findet die Asienmeisterschaft in der Region statt. Gerade spielt Vietnam gegen Katar in Hanoi. In jedem Laden oder Restaurant, an dem wir vorbeigingen, lief natuerlich das Spiel.
Fuer Sonntag haben wir unsere erste Tour gebucht, drei Tage in der Ha Long Bucht. Auch haben wir uns mit den ersten Reisenden unterhalten, zuerst ein Paar aus Australien und dann ein frisch verheiratetes Paar aus Belgien (Vielleicht lest ihr das irgendwann: Es war nett, euch zu treffen). Wir sind schon voll im Reisen drin, endlich geht es richtig los.
Patrik
Montag, 9. Juli 2007
In zwei Tagen
In zwei Tagen sitzen wir um diese Zeit im Flugzeug nach Hanoi. Nachdem wir die Wohnung geleert und geputzt haben, steht unserem Abenteuer nichts mehr im Wege. Obwohl heute vieles einfacher ist als früher, ist es doch noch ein gewisses Abenteuer. Leider ist es uns nicht mehr vergönnt, als Entdecker in die Welt hinauszuziehen. Zu entdecken gibt es für einem persönlich natürlich auch heute noch ganz Vieles. Aber der Abenteuer- und Pioniergeist weht heute nicht mehr. Dafür können wir per Internet aus der warmen Stube die Unterkunft im fernen Hanoi auswählen und anschauen. Der Taxidienst vom Flughafen zum Hostel ist auch schon organisiert.
Die Welt ist online. Dies erleichtert einem das Reisen ungemein, erschwert es aber gleichzeitig. Es fehlt irgendwie das Unerwartete, das Unbekannte. Die Freunde zu Hause "erwarten" regelmässig Bericht, ohne eigene Homepage oder Blog geht wohl bald niemand mehr auf Reisen. Es freut uns natürlich sehr, wenn unsere Berichte gelesen werden. Trotzdem weiss ich noch nicht, wie regelmässig ihr neue Einträge lesen könnt. Schliesslich unternehmen wir diese Reise für uns, also werden wir entscheiden, wie oft wir etwas veröffentlichen. Falls es jemanden dazu animiert, auch auf eine Reise zu gehen, etwas Neues zu entdecken, dann freut uns das sehr, besonders für die Reisenden.
Vielleicht werden wir irgenwann einen grossen Bogen um alle Internetcafés machen, einfach einmal abtauchen, uns vom Web 2.0 verabschieden. Falls dies überhaupt noch möglich. Sonst gibt es bei der Rückkehr gar nichts mehr zu erzählen und das wäre ja auch schade.
Bis zum nächsten Mal (?)
Patrik
Die Welt ist online. Dies erleichtert einem das Reisen ungemein, erschwert es aber gleichzeitig. Es fehlt irgendwie das Unerwartete, das Unbekannte. Die Freunde zu Hause "erwarten" regelmässig Bericht, ohne eigene Homepage oder Blog geht wohl bald niemand mehr auf Reisen. Es freut uns natürlich sehr, wenn unsere Berichte gelesen werden. Trotzdem weiss ich noch nicht, wie regelmässig ihr neue Einträge lesen könnt. Schliesslich unternehmen wir diese Reise für uns, also werden wir entscheiden, wie oft wir etwas veröffentlichen. Falls es jemanden dazu animiert, auch auf eine Reise zu gehen, etwas Neues zu entdecken, dann freut uns das sehr, besonders für die Reisenden.
Vielleicht werden wir irgenwann einen grossen Bogen um alle Internetcafés machen, einfach einmal abtauchen, uns vom Web 2.0 verabschieden. Falls dies überhaupt noch möglich. Sonst gibt es bei der Rückkehr gar nichts mehr zu erzählen und das wäre ja auch schade.
Bis zum nächsten Mal (?)
Patrik
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